Erhöhte Waldbrandgefahr im Landkreis Cham

Die aktuelle Wetterlage sorgt im Landkreis Cham für eine deutlich erhöhte Waldbrandgefahr. Aufgrund anhaltender Trockenheit, warmer Temperaturen und teils auffrischendem Wind appellieren Feuerwehren und Behörden an die Bevölkerung, in Waldgebieten und auf

Der aktuelle Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weist für die Region eine hohe Waldbrandgefahr (Stufe 4 von 5) aus. Damit steigt das Risiko für Vegetations- und Waldbrände erheblich.

Allein gestern mussten die Einsatzkräfte gleich drei Wald- beziehungsweise Vegetationsbrände im regionalen Umfeld bewältigen. Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens der Feuerwehren konnten größere Schäden verhindert und eine weitere Ausbreitung der Flammen eingedämmt werden.

Die Feuerwehreinsatzkräfte standen innerhalb kurzer Zeit bei mehreren Bränden im Einsatz:

  • Waldbrand in Nittenau-Muckenbach
  • Vegetationsbrand bei Walderbach
  • Waldbrand in Neubäu am See

Gerade in beliebten Naherholungsgebieten ist besondere Vorsicht geboten, da bereits kleine Unachtsamkeiten schwerwiegende Folgen haben können.

Waldbrandgefahrenindex im Landkreis Cham auf hohem Niveau

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht während der Waldbrandsaison täglich den sogenannten Waldbrandgefahrenindex (WBI). Dieser beschreibt das meteorologische Risiko für Waldbrände und reicht von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). Für den Landkreis Cham wird aktuell eine hohe Gefahr der Stufe 4 ausgewiesen. Hohe Temperaturen, geringe Niederschläge und ausgetrocknete Vegetation erhöhen das Risiko deutlich.

Besonders im Landkreis Cham spielt dieses Thema eine große Rolle: Rund 43 Prozent der Landkreisfläche bestehen aus Wald – deutlich mehr als im bayernweiten Durchschnitt. Damit ist der Schutz der Wälder von besonderer Bedeutung.

Kleine Ursache – große Wirkung

Oft reichen bereits scheinbar harmlose Situationen aus, um einen Brand auszulösen. Dazu gehören beispielsweise:

  • achtlos weggeworfene Zigaretten
  • offenes Feuer oder Grillen in Waldnähe
  • Funkenflug durch Geräte oder Fahrzeuge
  • heiße Fahrzeugteile auf trockenem Gras
  • unsachgemäß entsorgte Asche oder Grillreste

Gerade trockene Vegetation kann sich derzeit innerhalb weniger Minuten entzünden und Feuer rasch weitertragen. In Verbindung mit Wind kann sich ein Brand in kurzer Zeit auf große Flächen ausbreiten.

Die Feuerwehren und Behörden bitten deshalb eindringlich um erhöhte Aufmerksamkeit und umsichtiges Verhalten.

Jeder kann dazu beitragen, Wald- und Flächenbrände zu vermeiden.

Wichtige Verhaltensregeln:

Kein offenes Feuer oder Grillen in Waldnähe

✅ Keine Zigaretten oder glimmende Gegenstände in die Natur werfen

✅ Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen

✅ Rauchverbote in Waldgebieten beachten

✅ Bereits kleine Rauchentwicklungen sofort melden

Im Ernstfall gilt: Sofort den Notruf 112 wählen.


Einsatzart Brandeinsatz
Einsatzstart 27. Mai 2026 11:04