Feuerwehrführerschein

Aktuelles vom TÜV SÜD

Im Zusammenhang mit der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (11. BayIfSMV) vom 15. Dezember 2020, die am 16. Dezember 2020 in Kraft und zum heutigen Zeitpunkt mit Ablauf des 10. Januar 2021 außer Kraft tritt, möchte wir Sie über die Abwicklung von Fahrerlaubnisprüfungen wie folgt informieren:

Praktische Fahrerlaubnisprüfungen sind nicht mehr zulässig!

 

Schutz- und Hygienekonzept

Schutz- und Hygienekonzept zur Wiederaufnahme der Fahrausbildung und der Prüfungsfahrten (Konzept des Landesverband Bayerischer Fahrlehrer e.V.)

 

Fahrerlaubnisklasse C / CE

Der Kreisfeuerwehrverband Cham konnte Kooperationsfahrschulen gewinnen, die die Einsatzkräfte für den Erwerb der Fahrerlaubnisklassen C (LKW ab 7,49 t mit einem Anhänger bis 750 Kg) und CE (LKW ab 7,49 t mit einem Anhänger größer 750 Kg) ausbilden.

 

Bayerische Fahrberechtigungsverordnung – FBerV

Aktuelle Schulungstermine

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie wird kurzfristig über die Durchführung der Lehrgänge entschieden. Die Teilnehmer werden so früh wie möglich vom zuständigen KBM informiert.

 

Gesetzesgrundlage

Seit Umsetzung der europäischen Führerscheinvorschriften in deutsches Recht dürfen mit der Pkw-Führerscheinklasse B nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen geführt werden. Viele Einsatzfahrzeuge unserer Feuerwehren wiegen jedoch mehr als 3,5 Tonnen. Leider hatte das zur Folge, dass gerade die jungen Helferinnen und Helfer diese Fahrzeuge mangels Fahrerlaubnis nicht mehr führen durften. Da auf Dauer gesehen die Einsatzfähigkeit gefährdet war, bestand dringender Handlungsbedarf.

Der Deutsche Bundestag hat mit dem „Siebten Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes“ vom 23. Juni 2011 die Voraussetzungen für eine Sonderfahrberechtigung für Einsatzfahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 t (einschließlich Fahrzeugkombinationen) der Freiwilligen Feuerwehren, der nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienste, des Technischen Hilfswerks und sonstiger Einheiten des Katastrophenschutzes geschaffen und die Länder ermächtigt, die nähere Ausgestaltung durch Rechtsverordnung vorzunehmen. Von dieser Ermächtigung hat die Bayerische Staatsregierung mit Verordnung vom 19. Juli 2011 (GVBl 2011, S. 342) Gebrauch gemacht. Danach wird es den betroffenen Organisationen ermöglicht, im Rahmen der bestehenden Strukturen – auch organisationsübergreifend – ihre ehrenamtlichen Angehörigen selbst zum Führen von Einsatzfahrzeugen (auch mit Fahrzeugkombinationen) bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 t auszubilden und zu prüfen. Durch die Änderung der Verordnung wurde neben der bisherigen „kleinen“ Fahrberechtigung für Einsatzfahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4,75 t eine „große“ Fahrberechtigung für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 t (einschließlich Fahrzeugkombinationen) geschaffen.

 

Hintergrundinformationen

 

Ausbildungsziel

Das Feuerwehrfahrzeug sicher, verantwortungsvoll, umweltbewusst und materialschonend im öffentlichen Straßenverkehr fahren.

Die notwendigen Prüf- und Kontrollarbeiten am Feuerwehrfahrzeug durchführen sowie die fahrzeugspezifischen Sicherheitsbestimmungen anwenden.

 

Voraussetzungen

Folgende Punkte sind zu beachten:

  • Es können nur ehrenamtliche Mitglieder einer Hilfsorganisation daran teilnehmen, die mindestens 2 Jahre im Besitz der Führerscheinklasse B sind. Hier zählt auch das begleitende Fahren.

  • Pro Feuerwehr können idealerweise 1-3 Personen ausgebildet werden (max. 4 Personen bei zwei Ausbilder, in Ausnahmefällen nur ein Ausbilder).

  • Die Teilnehmerzahl der Fahrer sollte max. 20 je KBI-Bereich umfassen.

  • Ausbildungsberechtigt sind Fahrlehrer oder interne Ausbilder.

  • Interne Ausbilder benötigen den Lehrgang "Fortbildung für Ausbilder Feuerwehrführerschein".

  • Voraussetzung für die Qualifikation zum Ausbilder für den Feuerwehrführerschein 4,75 t:

    • Mitglied in der ausbildenden Organisation oder Fahrlehrer
    • Mindestalter 30 Jahre
    • mind. 5 Jahre im Besitz der Fahrerlaubnis Klasse C1 / alte Klasse 3
    • Maximal 2 Punkte im Verkehrszentralregister
       
  • Voraussetzung für die Qualifikation zum Ausbilder für den Feuerwehrfüherschein 7,5 t:

    • Mitglied in der ausbildenden Organisation oder Fahrlehrer
    • Mindestalter 30 Jahre
    • mind. 5 Jahre im Besitz der Fahrerlaubnis Klasse CE / alte Klasse 2
    • Maximal 2 Punkte im Verkehrszentralregister
    • Ausgebildeter Maschinist
       
  • Zur Theorieausbildung wäre es vorteilhaft, wenn auch der Kommandant mit anwesend wäre, damit dieser vom Ausbilder in die Abläufe der Anträge (für das Landratsamt), die Abwicklung der Kosten (Gemeinde) und den Ablauf und die Inhalte des Lehrgangs eingewiesen werden.

  • Interne Ausbilder sollen am Theorieabend anwesend sein.

  • Für die Rückmeldung die Vorlage "Teilnehmerliste Unterricht" benutzen. Diese Liste spätestens zwei Wochen vor dem Termin beim zuständigen Kreisbrandinspektor abgeben.

 

Ausbildung im Landkreis Cham

  • Bis 4,75t: mindestens 2 Einheiten Theorie, 8 Einheiten Praxis:

    • 90 min. Theoretischer Unterricht
    • 45 min. Fahrzeugeinweisung
    • 90 min. Überlandfahrt
    • 90 min. Stadtfahrt
    • 45 min. Nachtfahrt
    • 90 min. Grundaufgaben
       
  • Bis 7,5t: mindestens 2 Einheiten Theorie, 9 Einheiten Praxis:

    • 90 min. Theoretischer Unterricht
    • 45 min. Fahrzeugeinweisung
    • 90 min. Überlandfahrt
    • 135 min. Stadtfahrt
    • 45 min. Nachtfahrt
    • 90 min. Grundaufgaben
  • Bei Fahrzeugkombinationen bis 4,75t und bis 7,5t mit Anhänger erhöht sich der Praktische Anteil um 3 Einheiten (Verteilung nach Weisung des Ausbilders):

    • bei 4,75t auf 11 Einheiten Praxis
    • bei 7,5t auf 12 Einheiten Praxis

 

Ansprechpartner

Für Ausbildung für den Feuerwehrführerschein ist Kreisbrandmeister Johannes Maier zuständig. Er wird unterstützt vom EKBM Heinz Schötz aus Bad Kötzting. Anfragen zum Thema Feuerwehrführerschein: [email protected]

 

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