Übung im Pflegeheim in Roding
Nachdem der Alarm bei der Leitstelle eingegangen war, wurden die Feuerwehr Roding mit dem Löschzug sowie das BRK mit einem RTW und einem Einsatzleiter Rettungsdienst alarmiert. Beim Treffen der Feuerwehren wurde eine starke Verrauchung im 2. Obergeschoss festgestellt, woraufhin der erster Kommandant der Feuerwehr Roding, Alexander Tag, die Alarmstufe sofort auf B5 anhob. Auch der Einsatzleiter Rettungsdienst hob die Alarmstufe an. So begann die heiße Phase der Übung.
Aufgrund der starken Verrauchung entschied man, das Pflegeheim vollständig zu evakuieren. Die Mitarbeiter des Pflegedienstes fungierten als Übungsdarsteller und gaben sich in der Einrichtung als Heimbewohner aus. Die Feuerwehren Roding, Mitterdorf und Altenkreith rüsteten sich mit Atemschutz aus und führten Brandbekämpfung sowie Menschenrettung durch.Es waren 8 Atemschutztrupps im Einsatz. Insgesamt wurden 20 Patienten aus der Pflegeeinrichtung ins Freie gebracht – einige mit Rollstuhl, andere zu Fuß und welche mit Bergetücher.
Zahlreiche Rettungs- und Krankenwagen trafen parallel ein, darunter ein Notarzt und der leitende Notarzt. Die Einsatzleitung Rettungsdienst koordinierte den Einsatz. Die geretteten Patienten wurden von den Feuerwehren Ziehring, Regenpeilstein, Kalsing und Obertrübenbach übernommen, dem Rettungsdienst übergeben und dort betreut. Die SEG Behandlung und SEG Betreuung des BRK trafen schließlich an der Einsatzstelle ein. Die Patienten wurden in verschiedene Kategorien eingeteilt: Jene, die ins Krankenhaus mussten, wurden anschließend verlegt; jene, die betreut werden mussten, blieben in der Tagespflege und wurden dort weiter versorgt.
Insgesamt waren 79 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 13 Fahrzeugen beteiligt, vom BRK 56 Einsatzkräfte mit 21 Fahrzeugen. Nach rund einer Stunde waren alle Personen evakuiert und versorgt. Die Übung endete; die Ausrüstung wurde wieder auf den Fahrzeugen verstaut und man tat sich zu einer kurzen Nachbesprechung in der Tagespflege zusammen. Die beiden Einsatzleiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes erläuterten nochmals ihre Aufgaben während der Übung. Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr schilderte seine Eindrücke. Kreisbrandinspektor Norbert Mezei, Kreisbrandmeister Hubert Hofweber und Rodingers Bürgermeisterin Alexandra Riedl beobachteten die Übung ebenfalls. Norbert Mezei bedankte sich bei allen Einsatzkräften für die Teilnahme und beim Betreiber des Pflegeheims für die Durchführung einer solchen Übung. Auch Eigentümer Karl Gschwendner bedankte sich bei allen Teilnehmenden und lud die Einsatzkräfte als Dank zu einer kleinen Brotzeit ein.