Übung „Heiße Katze": 130 Kräfte, vier B-Leitungen und über 30 Grad
Unter dem Kommando von Einsatzleiter Martin Schoplocher, Kommandant der Feuerwehr Loibling-Katzbach, startete der erste Angriff. Mehrere Personen - dargestellt durch Statisten – mussten unter schwerem Atemschutz aus der Halle gerettet werden. Zeitgleich wurden die ersten Rohre zur fiktiven Brandbekämpfung vorgenommen. Unterstützt wurden die Kräfte aus Loibling-Katzbach von den Feuerwehren Cham, Katzberg und Willmering. Zur Koordinierung des Großeinsatzes nahm die Führungsunterstützung der Feuerwehr Cham direkt nach Eintreffen den Betrieb auf, um die anfahrenden Kräfte einzuweisen und dem Einsatzleiter wertvolle Unterstützung zu leisten. Erweitert wurde die Einsatzleitung durch die ebenfalls in Loibling-Katzbach stationierte UG-ÖEL des Landkreis Cham.
Riegelstellung über die Drehleiter.
Vier B-Leitungen
Insgesamt vier B-Leitungen versorgten die Einsatzabschnitte. Eine kam vom Hydranten am Objekt, zwei speisten sich aus der Löschwasserzisterne des Werks – und die vierte war die anspruchsvollste: Der Schlauchwagenzug des KBI Bereich Cham mit den Feuerwehren Chamerau, Schachendorf, Penting, Pitzling und Pinzing-Friedendorf verlegte eine rund ein Kilometer lange Förderleitung vom Katzbacher Anger bis auf das Werksgelände. Geführt durch Kreisbrandmeister Anton Bierl wurde innerhalb kürzester Zeit eine unabhängige, dauerhafte Wasserversorgung aus offenem Gewässer aufgebaut.
Das Highlight: LUF 60
Auch die Temperaturen an einem der heißesten Tage des Jahres verlangte den Kräften viel ab. Kürzere Einsatzzeiten unter Atemschutz, erhöhter Getränkebedarf und jeder zu rollende Schlauch schweißtreibend.
Bereits bei der Planung involviert waren die Führungskräfte des Landkreises mit Kreisbrandinspektor Marco Greil sowie die Kreisbrandmeister Hans Hochmuth, Michael Engl und Anton Bierl, die mit kritischem Blick alle Einsatzabschnitte genauestens verfolgten und sich zum Abschluss der Übung höchst zufrieden zeigten. Auch der Chamer Bürgermeister Martin Stoiber ließ es sich nicht nehmen, sich persönlich vor Ort ein Bild zu machen und den teilnehmenden Feuerwehren, sowie den Vertretern der Firma Grupor persönlich zu danken. Zur Dokumentation der Übung war die Fotografin Elisabeth Larisch vor Ort.
Ein besonderer Dank gilt dem Kunststoffwerk Katzbach. Der Betrieb im namensgebenden Chamer Ortsteil Katzbach stellte nicht nur sein Gelände zur Verfügung und beteiligte sich aktiv an der Planung und Durchführung, sondern versorgte die Einsatzkräfte während der Übung mit Getränken und einer Brotzeit.
Das Fazit aller Beteiligten fiel einhellig aus: ein fordernder, lehrreicher Vormittag – und der Beweis, dass die Zusammenarbeit über Wehrgrenzen bestens funktioniert.