Abnahme Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr

27.06.2026
Jugendfeuerwehr
Knapp 80 Jugendliche im Inspektionsbereich Waldmünchen stellten sich der Prüfung

Höchste Jugend-Auszeichnung erworben

 

Am Schulsportplatz in Waldmünchen war am 27. Juni 2026 trotz der großen Hitze so richtig was los, denn es absolvierten dort zahlreiche Feuerwehr-Nachwuchskräfte die Deutsche Jugendleistungsspange, die höchste Auszeichnung, welche die Deutsche Jugendfeuerwehr vergeben kann. Die Jugendlichen traten in fünf Gruppen und sechs Staffeln an und meisterten die fünf Stationen souverän, so dass am Mittag die entsprechenden Abzeichen übergeben werden konnten.

Die Verantwortlichen des Wettbewerbs hatten sich wegen der großen Hitze dazu entschieden, die teils sehr sportlichen Aufgaben in die Morgenstunden zu verlegen. Zahlreiche Schiedsrichter hatten sich auf den einzelnen Stationen eingefunden, um die fünf Aufgaben bei den zirka 80 Jugendlichen abzunehmen. Die Jugendleistungsspange ist definitiv kein leichtes Abzeichen und erfordert nicht nur das notwendige Feuerwehrwissen in Praxis und Theorie, sondern auch sportliche Leistungen. Antreten darf nur, wer zwischen 15 und 18 Jahre alt ist und mindestens ein Jahr aktiv in einer Jugendfeuerwehrgruppe mitgemacht hat. An diesem Tag traten sechs Staffeln (je 6 Teilnehmer) und fünf Gruppen (9 Teilnehmer) aus den Jugendfeuerwehren im Inspektionsbereich Waldmünchen an. Viele Wehren hatten sich eigens für diese Abnahme zusammengeschlossen, um die einzelnen Positionen alle besetzen zu können. Die Stationen waren über den ganzen Sportplatz verteilt und in der Früh waren die Temperaturen noch einigermaßen erträglich, weshalb die Verantwortlichen Gas gaben bei der Abnahme. Auch Landrat Christian Schindler war bereits in den Morgenstunden gekommen, um diesen besonderen Wettbewerb im Jugendbereich von Anfang an mitverfolgen zu können. Gemeinsam mit KBI Norbert Auerbeck, Kreisjugendfeuerwehrwart Christian Miefanger und seinem Vertreter Stefan Schlotterbeck suchte er die einzelnen Stationen auf und kam mit Schiedsrichtern und Jugendlichen ins Gespräch.

Die Stationen sahen diese Aufgaben vor: Als Kernaufgabe des Feuerwehrdienstes war ein Löschangriff aufzubauen, mit Kuppeln einer Saugleitung. An einer weiteren Station war eine C-Schlauchleitung möglichst schnell zu verlegen und zu schließen. Sportlich wurde es beim Staffellauf, hier waren Teamwork und Ausdauer besonders gefragt. Und beim Kugelstoßen ging es um körperliche Höchstleistungen. Im Sportheim warteten sodann vier Schiedsrichter, um eine ausführliche Fragerunde zum Allgemein- und Grundlagenwissen der Jugendlichen durchzuführen. Auch hier gesellte sich Landrat Christian Schindler in die Runde und hatten dann noch die schwierige Frage parat, warum eigentlich die Deutschlandflagge die Farben schwarz-rot-gold habe. Da mussten dann viele im Raum passen – aber die lehrreiche Antwort hatte er natürlich auch parat. So verging der hitzige Samstagvormittag wie im Flug und das Auswertungsbüro des Wettbewerbs hatte alle Hände voll zu tun. Gegen Mittag standen dann die Ergebnisse fest.

Für einen geordneten Ablauf sorgte das Team um Inspektionsjugendwart Andreas Pfaffl, der im Vorfeld Schieds- und Wertungsrichter für alle Stationen organisiert hatte. Die Gesamtleitung der Abnahme lag in den Händen von Hans Bornschlegel von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg — als offiziell anerkannter Abnahmeberechtigter der Deutschen Jugendfeuerwehr stellte er sicher, dass alles regelkonform abläuft. Er wurde dabei unterstützt von KBM Alexander Klettner von der Kreisbrandinspektion Neustadt/Waldnaab. Die Verpflegungsstation wurde vom Inspektionsbereich Waldmünchen über Gegrilltes bis hin zu einem Kuchenbuffet organisiert und natürlich waren an diesem Tag vor allem viele alkoholfreien Getränke gefragt. Am Ende der Veranstaltung zog Hans Bornschlegel ein eindeutiges Fazit: Die Jugendlichen hätten eine Topleistung gezeigt. Die Abzeichen wurden anschließend im Beisein von Führungskräften, von Landrat Christian Schindler und von den Bürgermeistern Wolfgang Kürzinger und Stephan Thomas feierlich überreicht. Hierzu war auch KBR Michael Stahl extra nach Waldmünchen gekommen. Die beiden Bürgermeister richtete ein Grußwort an die Jugendlichen und dankten ihnen ausdrücklich dafür, sich für dieses wichtige Ehrenamt entschieden zu haben. KBI Norbert Auerbeck hatte großen Respekt vor den Leistungen der Jugendlichen trotz der großen Hitz und er hatte einen Dank parat für alle Jugendwarte für die hervorragende Ausbildung und Vorbereitung. Er äußerte den Wunsch an die Jugendlichen, den Weg in den aktiven Feuerwehrdienst weiterzugehen. Landrat Christian Schindler war den ganzen Vormittag bei der Veranstaltung und hatte viel Lob für den Nachwuchs der Feuerwehren parat. Und so endete der heiße Wettbewerb mit einem kühlen Getränk im Schatten.

 

Teilnehmende Jugendfeuerwehren:

Berndorf-Gmünd, Hiltersried, Schönthal, Loitendorf, Premeischl, Schäferei, Ast, Waldmünchen, Tiefenbach, Schönau, Biberbach, Bernried, Hillstett, Flischbach-Steegen, Döfering, Prosdorf, Ulrichsgrün, Spielberg, Treffelstein.