Treffen der Vegetationsbrandzüge
Die fünf Vegetationsbrandzüge des Landkreises Cham trafen sich Ende Juli in der Katastrophenschutzhalle des Landkreises zu einem gemeinsamen Ausbildungs- und Informationstermin. Ziel der Veranstaltung war es, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Zügen weiter zu stärken, Neuerungen im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung vorzustellen sowie den gegenseitigen Austausch der Führungskräfte zu fördern.
Zu Beginn versammelten sich die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen in jedem KBI-Bereich und verlegten anschließend die einzelnen Vegetationsbrandzüge geschlossen unter der Führung ihrer jeweiligen Zugführer im Verband nach Cham zur Katastrophenschutzhalle. Dort wurden die Züge mit ihren Fahrzeugen für ein gemeinsames Gruppenfoto aufgestellt. Angeführt vom jeweiligen Führungsfahrzeug präsentierten sich die speziell für Vegetationsbrände ausgestatteten Sonderfahrzeuge gemeinsam mit den Einsatzkräften. Unterstützt wurde die Fotoaktion durch die Feuerwehr Blaibach, die mit ihrer Drohne eindrucksvolle Luftaufnahmen der gesamten Formation anfertigte.
Nach dem Fototermin stand der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Bernhard Hatzinger und Sebastian Laußer sowie den anwesenden Führungskräften stellte jeder Zug seine Organisation vor. Die jeweiligen Zugführer präsentierten den Aufbau ihres Zuges, die Stellvertreter, die personelle Stärke sowie die eingesetzten Fahrzeuge und deren besondere Ausstattung für die Vegetationsbrandbekämpfung. Dadurch erhielten alle Teilnehmer einen umfassenden Überblick über die vorhandenen Ressourcen und Einsatzmöglichkeiten der fünf Vegetationsbrandzüge im Landkreis Cham.
Im praktischen Teil der Veranstaltung wurde zunächst die Möglichkeit demonstriert, Schlauchleitungen mithilfe eines UTV (Utility Task Vehicle) schnell und effizient im Gelände zu verlegen. Simon Pfeffer, Kommandant der Feuerwehr Arrach, führte praktisch die Verlegung der B-Schlauchleitung vor. Diese Technik ermöglicht insbesondere in unwegsamem Gelände einen zügigen Aufbau der Löschwasserversorgung und erleichtert den Einsatzkräften die Arbeit erheblich.
Anschließend errichteten die Teilnehmer gemeinsam eine Beregnungsstrecke mit insgesamt zehn Kreisregnern. Die Anlage wurde durch ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Walderbach gespeist und demonstrierte eindrucksvoll die Möglichkeiten einer großflächigen Bewässerung beziehungsweise Kühlung von Vegetationsflächen. Solche Beregnungssysteme können insbesondere bei großflächigen Wald- und Flächenbränden dazu beitragen, Brandausbreitungen einzudämmen oder Vegetation gezielt vor einer Brandausbreitung zu schützen.
Gerade angesichts zunehmend trockener Sommer und der steigenden Gefahr von Wald- und Flächenbränden gewinnt eine leistungsfähige und moderne Ausstattung der Feuerwehren immer mehr an Bedeutung. Vegetationsbrände stellen Einsatzkräfte aufgrund ihrer schnellen Ausbreitung, schwierigen Geländeverhältnisse und oftmals eingeschränkten Wasserversorgung vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger sind speziell ausgebildete Einheiten, geeignete Einsatzfahrzeuge sowie auf die Vegetationsbrandbekämpfung abgestimmte Taktiken.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankten sich die Verantwortlichen bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement sowie die gute Zusammenarbeit.