Haix FireFit Championships machen Station in Cham
Der Haix-Tower war schon von weitem sichtbar
Zwei Tage lang war der Landkreis Cham mit der Ausrichtung der 33. Versammlung des Landesfeuerwehrverbandes nicht nur der bayerische Feuerwehr-Mittelpunkt, sondern am Wochenende auch noch der Austragungsort der Haix-Firefit-Campionships, einem internationalen Wettkampf für Feuerwehrangehörige, der einer Einsatzsituation möglichst nahekommt. Optisch auffallend war dabei vor allem der gut zwölf Meter hohe „Haix-Tower“, der bei dem Wettbewerb eine wichtige Rolle spielte. An zwei Tagen traten zahlreiche Einsatzkräfte aus ganz Europa und auch aus dem Landkreis Cham bei der Challenge in unterschiedlichen Kategorien gegeneinander an.
Die Firefit-Championships genießen nationales und internationales Flair und so war es eine besondere Ehre für den Landkreis Cham und seine Kreisbrandinspektion, dass der Wettkampf Station in Cham bei auf dem Volksfestplatz machte. Dort wurde das Gelände für den Wettbewerb von den Verantwortlichen der Challenge ausgebaut und mit Personal aus den Feuerwehren im Landkreis Cham unterstützt. Der fahrbare Turm wurde in Position gebracht und war sodann für alle Chamer schon von weiterem sichtbar. Die Firefit-Championships waren auch deshalb nach Cham gekommen, weil der Landesfeuerwehrverband Bayern seine 33. Versammlung mit über 400 Führungskräften in Cham abhalten konnte. Den Einsatzkräften sind die Challenge und der Turm meist bestens bekannt, weniger aber der Bevölkerung. Und so fanden sich an beiden Wettbewerbstagen dann auch viele Schaulustige ein, um bei guter Musik und guter Unterhaltung die sportlichen Höchstleistungen der Amateure und der Profis zu verfolgen. Nachdem die Challenge in Cham Station machte, konnten sich mutige Kräfte aus dem Landkreis für die unterschiedlichen Wettbewerbe anmelden. Diese wurden ausgetragen in den Kategorien Einzel, Staffel und Tandem. Alle Teilnehmer mussten ihre Tauglichkeit für Arbeiten unter schwerem Atemschutz mitbringen und die entsprechende Feuerwehr-Schutzkleidung. Am Samstag wurden die Einzelwettbewerbe ausgetragen, am Sonntag sodann die Kategorien „Staffel“ und „Tandem“. Der Parcours musste innerhalb des jeweiligen Zeitfensters und nach der korrekten Reihenfolge bewältigt werden.
Und diese Stationen waren zu bewältigen: Ein Treppenlauf auf den zwölf Meter hohen Haix-Tower mit einem Schlauchpakat, das Hochziehen eines 19 Kilogramm schweren Schlauchpakets über die gesamte Turm-Höhe, eine Hammermaschine, ein Slalomparcours mit Schlauchziehen sowie eine Menschenrettung. Je nach Kategorie kamen noch einige Abwandlungen wie beispielsweise ein Flaschenwechsel hinzu. Das Wetter war an beiden Wettkampftagen bestens und so gingen die Teilnehmer dann im Akkord durch den Parcours, zum Teil lautstark angefeuert durch die Kameraden aus der eigenen Feuerwehr oder eben auch durch Familienangehörige. Am Samstag wurden so insgesamt 132 weibliche und männliche Teilnehmer durch den Wettbewerb geschleust, mit Startern aus Tschechien, Slowakei, Österreich, Ungarn, Schweiz, aber eben auch aus dem Landkreis Cham. Vor allem die FFW Michelsneukirchen war hierbei stark vertreten. Der beste männliche Läufer war Sören Warzok von der FFW Hardegsen mit einer Zeit von 1,21 Minuten. Bei den Damen setzte sich Daniela Primus von der Berufsfeuerwehr Hannover mit 2,37 Minuten durch. Die Siegerehrung wurde unter anderem von Landrat Christian Schindler und KBR Michael Stahl vorgenommen.
Am Sonntag waren Staffeln und Tandems an der Reihe und hier gab es Wertungen in mixed, männlich und weiblich. Hier waren wiederum einige Feuerwehren aus dem Landkreis Cham vertreten, darunter die Wehren aus Furth im Wald und Waldmünchen mit starken Abordnungen. Eine Staffel-Mannschaft aus Furth im Wald schaffte es sogar in die Viertelfinal-Durchläufe. Mit einer Zeit von 1:41 Minuten setzte sich die FFW Furth im Wald 1 dabei gegen die FFW Hallbergmoos durch, verpasste dann aber im Kampf um Platz 3 das Treppchen. In der Kategorie Tandem siegten bei den Herren die FCC South Bohemia Bears aus Tschechien mit 1:30 Minuten, bei den Damen die Killer-Ladys mit 2:02 Minuten und im Mixed-Bereich das Team DEVA mix mit 1:43 Minuten. Bei den Staffeln gewann das Team FRS Czech Republic mit 1:14 Minuten, im Mixed-Bereich das Team Czechia mit 1:16 Minuten. Die entsprechenden Medaillen wurden durch KBI Marco Greil und KBM Thomas Wittmann übergeben.
Am Rande der Veranstaltung konnte KBR Michael Stahl noch den Erlös eines Crepes-Verkaufs durch das Team um Elke Tweedale entgegennehmen. Diese wollte den Kreisfeuerwehrverband unterstützen und zauberte daher zwei Tage lang beste Crepes, um den Erlös dann komplett weiterzugeben.