Der Landkreis Cham wurde zum Treffpunkt der bayerischen Feuerwehrfamilie

26.09.2026
Versammlung
Die 33. Landesverbandsversammlung des LFV Bayern war am vergangenen Wochenende zu Gast im Landkreis Cham.

Ein besonderes Wochenende liegt hinter den Feuerwehren im Landkreis Cham. Vom 25. bis 26. September 2026 war der Landkreis Cham Gastgeber der 33. Landesverbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Bayern.

Rund 500 Feuerwehrführungskräfte und Ehrengäste aus ganz Bayern waren dafür in Cham zu Gast. Zwei Tage lang standen aktuelle Themen aus dem Feuerwehrwesen, der Bevölkerungsschutz und natürlich auch viele persönliche Begegnungen im Mittelpunkt.

Für uns als Kreisfeuerwehrverband Cham war dieses Wochenende aber noch aus einem anderen Grund besonders. Wir durften unseren Landkreis und unsere Feuerwehren als Gastgeber präsentieren und zeigen, was Feuerwehr bei uns ausmacht.

Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung vorzubereiten, ist auch für einen Gastgeber eine besondere Aufgabe. Hinter den beiden Veranstaltungstagen lagen viele Wochen der Vorbereitung. Zahlreiche Feuerwehren und Helferinnen und Helfer aus dem gesamten Landkreis waren dabei eingebunden.

Und auch wenn bei solchen Veranstaltungen am Ende oft nur das fertige Ergebnis zu sehen ist, steckt dahinter vor allem eines: viel ehrenamtliche Arbeit.

Der Landkreis Cham kann dabei auf eine große und vielfältige Feuerwehrlandschaft blicken. 190 Feuerwehren, knapp 37.000 Feuerwehrdienstleistende, mehr als 2.100 Jugendliche und über 1.700 Kinder gehören mittlerweile dazu. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen. Menschen, die ihre Freizeit für die Feuerwehr einsetzen, Verantwortung übernehmen und für andere da sind, wenn Hilfe gebraucht wird. Genau diese Menschen machen unsere Feuerwehren aus.

Der öffentliche Teil der Landesverbandsversammlung fand am Freitag in der Stadthalle Cham statt. Im Mittelpunkt stand das Thema „Herausforderungen im Bevölkerungsschutz – Wirkungen auf und Maßnahmen für die Feuerwehren“.

Die Anforderungen an die Feuerwehren werden nicht kleiner. Unwetter, Vegetations- und Waldbrände, größere Schadenslagen und komplexe Einsatzsituationen zeigen immer wieder, wie wichtig funktionierende Strukturen und eine gute Vorbereitung sind.

In Fachvorträgen und einer anschließenden Gesprächsrunde wurde deshalb darüber gesprochen, welche Entwicklungen auf die Feuerwehren zukommen und wie man sich darauf vorbereiten kann. Dabei wurde auch deutlich: Bevölkerungsschutz funktioniert nicht alleine. Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Polizei, Katastrophenschutz, Behörden und viele weitere Partner müssen im Ernstfall zusammenspielen.

Auch die Erfahrungen aus dem Landkreis Cham konnten dabei eingebracht werden. Kreisbrandrat Michael Stahl nahm an der Gesprächsrunde teil und vertrat dort die Sichtweise unserer Feuerwehren. Denn vieles, was auf Landesebene besprochen wird, kommt am Ende vor Ort an. In den Gemeinden müssen Einsatzkräfte ausgebildet, Fahrzeuge und Geräte vorgehalten und Strukturen geschaffen werden, die auch bei größeren Schadenslagen funktionieren.

Der Austausch auf Landesebene ist deshalb wichtig. Jede Region macht ihre eigenen Erfahrungen und steht teilweise vor anderen Herausforderungen. Wenn diese Erfahrungen zusammenkommen, können alle davon profitieren.

Im Landkreis Cham setzen wir seit vielen Jahren auf Kinder- und Jugendarbeit. Kinderfeuerwehren und Jugendfeuerwehren sind dabei längst ein fester Bestandteil unserer Feuerwehren. Hier geht es natürlich um Feuerwehr – aber eben nicht nur. Die Kinder und Jugendlichen lernen, gemeinsam etwas zu erreichen, Verantwortung zu übernehmen, füreinander einzustehen und sich aufeinander verlassen zu können.

Mit der neuen Jahreskampagne „Viele Gesichter. Eine Heimat.“ rückt der Landesfeuerwehrverband Bayern genau diese Vielfalt in den Mittelpunkt.

Auch bei uns im Landkreis zeigt sich diese Vielfalt jeden Tag. Menschen ganz unterschiedlichen Alters und mit ganz verschiedenen Hintergründen engagieren sich gemeinsam in unseren Feuerwehren.

Bei einer solchen Veranstaltung geht es natürlich nicht nur um Vorträge und Tagesordnungspunkte. Gerade die Gespräche zwischendurch, beim Ankommen, beim gemeinsamen Essen oder am Abend sind es oft, die besonders lange in Erinnerung bleiben. Feuerwehrangehörige aus unterschiedlichen Teilen Bayerns kommen miteinander ins Gespräch, tauschen Erfahrungen aus und erzählen, was sie vor Ort beschäftigt. Manchmal entsteht daraus eine neue Idee, manchmal ein neuer Kontakt und manchmal einfach ein gutes Gespräch unter Feuerwehrleuten. Und genau dieser Austausch ist es, der eine solche Veranstaltung für uns besonders wertvoll macht.

Viele Hände für zwei Veranstaltungstage

Dass ein Wochenende dieser Größenordnung funktioniert, ist keine Selbstverständlichkeit. Dafür braucht es viele Menschen, die anpacken – oft ohne dass man ihre Arbeit überhaupt wahrnimmt.

Deshalb möchten wir uns ganz besonders bei allen bedanken, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Landesverbandsversammlung mitgeholfen haben. Bei denen, die frühzeitig geplant und organisiert haben. Bei den Feuerwehrdienstleistenden, die vor Ort Aufgaben übernommen haben. Bei allen, die Gäste betreut, Abläufe begleitet oder im Hintergrund dafür gesorgt haben, dass am Ende alles funktioniert. Viele dieser Aufgaben sieht man als Besucher gar nicht.

Umso wichtiger ist es, Danke zu sagen.

Mit der 33. Landesverbandsversammlung war die bayerische Feuerwehrfamilie für zwei Tage bei uns im Landkreis Cham zu Gast. Wir durften Gastgeber sein, unseren Landkreis zeigen und viele Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen Bayerns kennenlernen. Vor allem aber nehmen wir aus diesem Wochenende viele gute Gespräche, neue Kontakte und einige Gedanken mit, die uns auch nach der Veranstaltung weiter beschäftigen werden.

Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Feuerwehren, Helferinnen und Helfer, Partner und Unterstützer, die dieses Wochenende mitgetragen haben. Und natürlich auch ein Dankeschön an den Landesfeuerwehrverband Bayern für das Vertrauen, die 33. Landesverbandsversammlung bei uns im Landkreis Cham auszurichten.

Schön, dass ihr bei uns wart.