Training für die Atemschutzgeräteträger im Inspektionsbereich Roding
An zwei Wochenenden vom 5. bis 14. April 2026 stand am Feuerwehrgerätehaus Wald eine besondere Ausbildungseinrichtung bereit: die sogenannte Flashbox, eine moderne Brandsimulationsanlage, die bei der Berufsfeuerwehr Regensburg stationiert ist. Mit Gas lassen sich darin unterschiedliche Flammenbilder und Brandintensitäten erzeugen. Diese sind sehr realistisch, aber kontrolliert. Zuvor hatten alle Teilnehmer ein vorbereitendes Webinar absolviert, um optimal in die praktische Ausbildung starten zu können.
Für viele der anwesenden Feuerwehrleute war es das erste Mal, echtes Feuer aus nächster Nähe in einer Übungssituation zu erleben. Entsprechend groß war die Mischung aus Respekt und Begeisterung. „Man spürt sofort, welche Kraft Feuer wirklich hat. Das vergisst man nicht mehr“, meinte eine Teilnehmerin nach der Hitzegewöhnung. Gleichzeitig war die Stimmung durchweg positiv: „Wir haben unglaublich viel gelernt und es hat trotz aller Ernsthaftigkeit auch richtig Spaß gemacht“, fasste ein Kamerad zusammen.
Ausbilder Tobias Reil mit weiteren Unterstützern von der Feuerwehr Wald vermittelten ein breites Spektrum vom richtigen Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung über Türöffnungen im Innenangriff bis hin zum sicheren Umgang mit dem Hohlstrahlrohr. Jeder durfte einmal Strahlrohrführer sein und die Wirkung verschiedener Wasserabgaben ausprobieren. Auch das „Einfangen“ eines Feuerkegels bei einem simulierten Flüssigkeits-Fassbrand wurde geübt, ebenso der richtige Umgang bei Fettbränden oder plötzlich wechselnden Brandverläufen. Besonders wertvoll war die gute Sicht im nahezu rauchfreien Gasbrandcontainer, wodurch die Teilnehmer das Verhalten von Feuer sehr gut nachvollziehen konnten.
Durch verschiebbare Wände und variable Brandmodule der Flashbox konnten immer neue Szenarien geschaffen werden, wie zum Beispiel eine heiße Tür mit Türrahmenbrand, Innenangriffe auf engstem Raum oder die Flashover-Situationen. Die Teilnehmer mussten sich dadurch ständig auf neue Bedingungen einstellen, wie in einem echten Einsatz.
Auch Kreisbrandinspektor Norbert Mezei machte sich vor Ort ein Bild der Ausbildung. Sein Dank galt allen Feuerwehrleuten, die sich die Zeit nahmen, ihre Fähigkeiten zu vertiefen. „Solche Übungen sind entscheidend, um im Ernstfall sicher, schnell und professionell handeln zu können.“ sagte der KBI. Ein besonderer Dank ging an Tobias Reil und Kreisbrandmeister Michael Klinger, die diese Ausbildung federführend organisiert und begleitet haben. Ein weiterer großartiger Dank gilt den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wald, die während den sechs Übungstagen den Ablauf hervorragend koordiniert und unterstützt haben. Durch die gute Zusammenarbeit konnten insgesamt 88 Einsatzkräfte aus 18 Feuerwehren des KBI-Bereichs Roding jeweils Truppweise die Übungsanlage erfolgreich durchlaufen.
Großartige Unterstützung kam außerdem von der Zentralen Atemschutzwerkstatt Furth im Wald, die die Atemschutzgeräte bereitstellte und die Wartung sicherstellte.
Am Ende überwogen die positiven Eindrücke klar. Die Teilnehmer nahmen viele Erkenntnisse mit und auch ein Stück mehr Respekt vor der Gewalt des Feuers. „So ein realistisches Training ist durch nichts zu ersetzen“, lautete ein häufiges Fazit.