Jugendübung im KBM-Bereich 3/1: Großübung in Chameregg fordert Feuerwehrnachwuchs

31.10.2026
Jugendfeuerwehr
Brand einer landwirtschaftlichen Halle, drei vermisste Personen und eine umfangreiche Wasserversorgung – rund 80 Jugendliche stellten bei einer gemeinsamen Übung in Chameregg ihr Können unter Beweis.

Ein anspruchsvolles Übungsszenario erwartete die Feuerwehrjugend beim gemeinsamen Übungstag des KBM-Bereichs 3/1 in Chameregg. Angenommen wurde der Brand einer landwirtschaftlichen Halle, bei dem drei Personen als vermisst galten. Für die beteiligten Jugendfeuerwehren galt es, die Lage gemeinsam zu bewältigen und die verschiedenen Aufgaben abzuarbeiten.

Bereits die Anfahrt zur angenommenen Einsatzstelle erfolgte mithilfe von What3Words. Vor Ort mussten die Jugendlichen zunächst einen Bereitstellungsraum einrichten und eine rund 600 Meter lange Schlauchleitung zur Sicherstellung der Wasserversorgung verlegen. Anschließend wurde ein umfangreicher Löschangriff mit insgesamt neun C-Rohren aufgebaut. Auch die Verkehrsabsicherung und das Verlegen von Schlauchbrücken gehörten zu den Aufgaben.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Suche nach den drei vermissten Personen. Hier kamen unterschiedliche Möglichkeiten zum Einsatz: Neben einer Wärmebildkamera unterstützte auch ein Mantrailer-Hund der BRK-Rettungshundestaffel Cham die Suche. So erhielten die Jugendlichen zugleich einen Einblick in die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen.

Insgesamt beteiligten sich rund 80 Teilnehmer aus zehn Feuerwehren an der Übung. Besonders positiv fiel dabei die Arbeitsweise der Jugendlichen auf. Die einzelnen Aufgaben wurden sauber, koordiniert und mit der nötigen Ruhe abgearbeitet. Dieses Engagement blieb auch den Beobachtern nicht verborgen: KBM Thomas Wittmann, Inspektionsjugendwart Kai Vieth, stv. IJW Julian Kusch und der Bürgermeister der Stadt Cham Martin Stoiber sprachen den Jugendlichen ihre Anerkennung für die gezeigte Leistung aus.

IJW Kai Vieth nutzte die Gelegenheit, um wichtige Grundlagen des Feuerwehrdienstes nochmals in Erinnerung zu rufen. Dabei ging er insbesondere auf die Bedeutung der persönlichen Schutzausrüstung ein. Ebenso machte er deutlich, wie wichtig es ist, Zufahrtswege zu Einsatzstellen freizuhalten, damit auch größere Sonderfahrzeuge jederzeit problemlos anfahren können.

Neben dem eigentlichen Übungsgeschehen bot der Tag auch die Möglichkeit, verschiedene Sonderfahrzeuge und Gerätschaften kennenzulernen. Die BRK-Rettungshundestaffel KV Cham zeigte die Arbeit eines Mantrailer-Hundes bei der Personensuche. Das K-Lager war mit seinem Wechselladerfahrzeug und dem Abrollbehälter Tank vertreten. Die Feuerwehr Chammünster stellte ihren neuen Großraumlüfter vor, während die Feuerwehr Traitsching ihren neuen Rettungssatz präsentierte. Die Vorführungen ermöglichten den Jugendlichen einen interessanten Blick über die Aufgaben der eigenen Feuerwehr hinaus.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen zehn beteiligten Feuerwehren, der BRK-Rettungshundestaffel Cham und den weiteren Mitwirkenden, die mit ihrer Unterstützung und den Vorführungen zum Gelingen des Übungstages beigetragen haben.

Ein besonderer Dank geht an die Feuerwehr Chameregg für die sorgfältige Vorbereitung, die hervorragende Organisation und die anschließende Verpflegung aller Teilnehmer.