Ehepaar Kreuzer erhalten Kreisehrenzeichen

29.11.2019
Der Höhepunkt jedes Jahresempfangs ist die Verleihung der Kreisehrenzeichen. Im Vorfeld macht sich der Kreistag seine Gedanken, welche Persönlichkeiten diesmal die höchste Würdigung, die der Landkreis zu vergeben hat, bekommen sollen.

„Damit ehren wir Menschen, die für soziale, kulturelle und gesellschaftliche Verdienste um unsere Heimat Dank und Anerkennung verdienen“, fasste Landrat Franz Löffler die Zielrichtung zusammen. In diesem Jahr erhielten das Ehepaar Barbara und Richard Kreuzer, Dr. Hartmut Holzinger sowie Anton Staudinger die Auszeichnung. Löffler bat jeden zu Ehrenden auf die Bühne und steckte ihm die Nadel ans Revers.

Barbara und Richard Kreuzer aus Roding sind seit 23 Jahren mit herausragendem Engagement ehrenamtlich für den Verein „Gemeinsam für das Leben – Ostbayern e. V.“ (Notfallseelsorge) tätig. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die seelsorgerische und psychologische Betreuung von Geschädigten, Beteiligten und deren Familienangehörigen sowie von Einsatzkräften zu übernehmen, die überraschend in eine Notsituation geraten sind.

Wie Löffler in seiner Laudatio betonte, arbeitet das Ehepaar von Anfang an aktiv im Verein mit und hat sich durch externe Fortbildungen die notwendigen Kompetenzen angeeignet, um dieser schwierigen Aufgabe gerecht zu werden. „Dieses Wissen geben Sie beide dann gerne bei vereinsinternen Fortbildungen an Ihre Teamkollegen weiter“, lobte der Landrat. Seit 1999 übt Richard Kreuzer zudem das Amt des Einsatzleiters aus. Barbara Kreuzer ist wiederum als Bereichsleiterin örtlich für das Gebiet des ehemaligen Landkreises Roding zuständig. Löffler weiter: „Als Einsatzkräfte in der Krisenintervention sind Sie beide oftmals der rettende Strohhalm in akuter seelischer Not. Sie betreuen nach einem Unfall Verletzte, die auf ihren Abtransport warten und beten für Verstorbene. Sie kümmern sich um Angehörige am Unfallort und sorgen auch für die erschöpften Helfer am Einsatzort. Schließlich übernehmen Sie die überaus schwierige Aufgabe, Angehörigen die Todesnachricht von nahestehenden Menschen zu überbringen.“ Das Ehepaar stützt damit Betroffene in einer extremen Situation und hilft bei der Bewältigung der Krise.

„Sie investieren sehr viel Zeit und Aufwand in die Arbeit für die Notfallseelsorge und die Krisenintervention. Sie wirken dabei im Stillen, ohne dass Ihre aufwendige Arbeit öffentlichkeitswirksam herausgestellt wird“, stellte Löffler abschließend fest.

 

Quelle: Chamer Zeitung