Ausbildung Inspektionsbereich Waldmünchen II: Absturzsicherungslehrgang

23.04.2026
Ausbildung
Zehn Einsatzkräfte beenden ihre Ausbildung für die Rettung in Höhen und Tiefen

Retter für Einsätze in Höhen und Tiefen

 

Es sind die manchmal schwierigsten Einsätze im Feuerwehrwesen: Die Rettung aus Höhen und Tiefen verlangt nicht nur Mut und Angstfreiheit, sondern auch einen sicheren Umgang mit der Spezialausrüstung. Um weitere Einsatzkräfte mit diesem Können zu generieren, fand im Inspektionsbereich Waldmünchen wieder ein Grundlehrgang „Absturzsicherung“ in der Feuerwache Waldmünchen statt. Insgesamt zehn Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Wehren konnten den zweiwöchigen Lehrgang am 23. April 2026 erfolgreich abschließen.

In gut 20 Stunden bekamen die Fortbildungswilligen beigebracht, wann und wie der Gerätesatz Absturzsicherung zu verwenden ist, aber auch, was damit nicht geleistet werden kann. Die Aufgaben der Feuerwehr sind vielfältig und führen die Einsatzkräfte nicht selten in Bereiche, in denen sich die Retter selbst vor dem Abstürzen sichern müssen: Schächte, Silos, Dächer, Hochbehälter, Kräne. Bereiche also, die nicht so ohne Weiteres betreten und Rettungsmaßnahmen ergriffen werden können. Das haben schon vielfach Einsätze wie das Befreien von Dächern von Schneemassen oder aber Einsätze in unzugänglichen Waldgebieten gezeigt. Deshalb werden die Lehrgänge für die Rettung aus Höhen und Tiefen regelmäßig im Landkreis Cham angeboten. Als Ausbilder für den knapp zweiwöchigen Lehrgang im Inspektionsbereich Waldmünchen fungierten Michael Beer, Christopher Dimpfl, Kilian Ederer, Marco In den Birken, Benjamin Schlegl und Bettina Zangl.

Am ersten Abend erfolgte eine kurze theoretische Einweisung mit Knotenkunde, dann aber wurde der Umgang mit Sitzgurt, Dynamikseil, Karabinern und Feuerwehrgurt nur noch praktisch geübt. Die Lehreinheiten wurden in der Feuerwache Waldmünchen abgehalten. Die Teilnehmer hatten verschiedenste Übungsstationen zu bewältigen, die sie auf die unterschiedlichen Bereiche ihrer zukünftigen Tätigkeit bestens vorbereiteten und deren Schwierigkeitsgrade aufeinander aufbauten. Nach den ersten Übungen wie dem Halten und Rückhalten sowie Selbstretten, wozu noch keine besondere Zusatzausrüstung erforderlich ist, lernten die Teilnehmer den Umgang mit der Spezialausrüstung des „Gerätesatzes Absturzsicherung“ bei Übungen zum waagrechten und senkrechten Vorstieg, der Schachtrettung oder der Rettung aus schwierigem Gelände. Es wurden auch verschiedene Objekte in Waldmünchen wie das Biomasseheizkraftwerk und die Kläranlage Waldmünchen angefahren.

Am fünften Lehrgangstag mussten die Teilnehmer dann ihr neu erworbenes Wissen bei einer Abschlussübungen unter Beweis stellen. Auf dem Gelände der Kläranlage Waldmünchen musste eine bewusstlose Person aus einem Schacht mit einer Tiefe von rund acht Metern gerettet werden. Dies war aufgrund der eingeschränkten Zugänglichkeit alles andere als einfach. Die Einsatzübung meisterten die Lehrgangsteilnehmer gekonnt, so dass bei der anschließenden Abschlussbesprechung in der Feuerwache Waldmünchen die Ausbilder zusammen mit KBI Norbert Auerbeck und KBM Martin Holler den Teilnehmern persönlich ihre Lehrgangsurkunden überreichen konnten.

 

Norbert Auerbeck freute sich, dass der Lehrgang reibungslos und unfallfrei abgewickelt werden konnte und die Kreisbrandinspektion nunmehr weitere hochspezialisierte Einsatzkräfte in ihren Reihen wisse. Es sei nun wichtig, das erworbene Wissen in den Wehren weiterzugeben und selbst weiter zu üben. Er dankte dem Ausbilderteam und sah einen großen Vorteil, dass es so viele Kameraden gebe, die sich gut auskennen und die ihr Wissen weitergeben wollen. Mit einer Brotzeit endete der Lehrgang.

 

Folgende Wehren waren im Teilnehmerkreis vertreten:

FFW Geigant (2), FFW Hiltersried (2), FFW Prosdorf (2), FFW Sinzendorf (3), FFW Tiefenbach (1)