Ausbildung Inspektionsbereich Waldmünchen I: MTA-Basismodul
42 neue Feuerwehr-Einsatzkräfte
Der Altlandkreis Waldmünchen darf sich über 42 neue Feuerwehr-Einsatzkräfte freuen, denn diese haben am Abend des 21. April 2026 ihre Grundausbildung mit einer theoretischen Prüfung erfolgreich abgeschlossen. Sie dürfen damit ab sofort bei den Einsätzen mitfahren und Tätigkeiten im Trupp ausführen. Unter den 42 Absolventen waren viele Jugendliche, aber auch einige Quereinsteiger, die sich der Thematik Feuerwehr als aktive Mitglieder widmen möchten.
Der Lehrgang im Inspektionsbereich Waldmünchen findet für potentielle Feuerwehranwärter immer im Frühjahr statt. In diesem Jahr war die Nachfrage so groß, dass nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Daher wurde vereinbart, für die KBM-Bereiche Schönthal/Geigant und Waldmünchen im Herbst einen separaten Lehrgang zu organisieren. Für die 42 Anwärter der KBM-Bereiche Tiefenbach und Rötz aber wurde der sechswöchige Grundlehrgang nun seit Anfang März durchgezogen, mit zahlreichen Ausbildern und einer theoretischen und praktischen Prüfung am Ende. In der Regel fanden die Schulungsabende zweimal pro Woche statt. Das MTA-Basismodul (Modulare Truppausbildung) ist der einheitlich geregelte Grundlehrgang bei allen Feuerwehren, anschließend folgt mit Modul II eine zweijährige praktische Ausbildung bei der eigenen Feuerwehr. Ohne das erste Modul kann aber auch niemand in den Einsatz oder aber folgende Lehrgänge auf örtlicher Ebene oder an den Staatlichen Feuerwehrschulen besuchen. Auch in diesem Jahr wagten sich einige Erwachsene, quasi Quereinsteiger, an diesen Lehrgang. Der Lehrgang wurde von Kreisbrandmeister Andreas Bierl und seinem Ausbilder-Team organisiert und geleitet. Es gab insgesamt 14 Übungsabende im theoretischen und praktischen Bereich. Der Nachwuchs musste die Grundlagen von Feuerwehrtätigkeiten, aber auch viele Kenntnisse im Bereich der Technischen Hilfeleistung sowie der Brandbekämpfung erlernen. Für die vielen Einheiten wurde zumeist die Feuerwache Rötz genutzt, es gab aber auch eine Online-Schulung und einen Besuch bei Bavaria in Waldmünchen. Die künftigen Einsatzkräfte sollten nicht nur die Einsatzmittel am eigenen Standort zu beherrschen erlernen, sondern auch einen Blick über den Tellerrand hinauswerfen.
Am vorletzten Abend musste der Nachwuchs das erworbene Wissen bei einem praktischen Teil in Kleinenzenried unter Beweis stellen: Aufbau mehrerer Löschangriffe, Wasserentnahme aus unterschiedlichen Quellen, Rettung einer Person über eine Steckleiter. Am letzten Abend stand dann die Theorieprüfung an, bei der insgesamt 50 Fragen über einen Online-Wissenstest, der am Handy absolviert werden konnte, zu bewältigen waren. Auch diese Hürde meisterten die Prüflinge, so dass im Anschluss die Lehrgangszeugnisse überreicht werden konnten. Zu diesem Anlass waren KBI Norbert Auerbeck und alle Kreisbrandmeister des Inspektionsbereichs gekommen. „Alle haben diesen langen Lehrgang durchgehalten, dazu braucht es Engagement und Disziplin,“, so würdigte KBI Norbert Auerbeck das erfolgreiche Bestehen aller 42 Teilnehmer. Der Grundlehrgang befähige zum Einstieg in den Feuerwehrdienst. Er bat aber auch darum, nicht stehen zu bleiben und sich weiter fortzubilden. Schließlich erinnerte Lehrgangsleiter KBM Andreas Bierl an die Vorteile des Feuerwehrdienstes und verdeutlichte, dass man sich gegenseitig kennengelernt habe. „Es ist Ausbildung aus der Praxis für die Praxis, die zeigt, wie die Feuerwehrfamilie im Zusammenspiel funktioniert.“ Jeder einzelne könne stolz auf sich sein, denn die Gesellschaft brauche solche Leute. Er dankte auch seinem Ausbilder-Team und äußerte die Hoffnung, dass man sich in zwei Jahren zur Abschlussprüfung wiedersehen werde.
Für die Gemeinden sprach 3. Bürgermeister Karlheinz Hoffmann, der einen ähnlichen Wunschgedanken äußerte und der die Teilnehmer lobte: „Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen für die Mitmenschen, aber auch für die Feuerwehren. Es waren Durchhaltevermögen und Teamgeist gefordert.“ Alle seien nun gut vorbereitet und könnten nunmehr kompetent und umsichtig handeln. „Die Ausbildungsarbeit ist eine tragende Säule der Feuerwehren.“
Zuletzt wurden von den Führungskräften und dem 3. Bürgermeister die Ausbildungsurkunden mit unzähligem Händeschütteln überreicht. Der Abend endete schließlich mit einem gemeinsamen Abschlussessen.
Die Teilnehmer kamen aus diesen Wehren:
Altenschneeberg (7), Berndorf-Gmünd (7), Grassersdorf (1), Hetzmannsdorf (5), Hannesried (2), Hillstett (2), Katzelsried (1), Pillmersried (7), Rötz (4), Schönau (3), Steegen-Flischbach (2), Steinlohe (2)