45 neue Maschinisten erfolgreich ausgebildet

28.10.2026
45 Feuerwehrdienstleistende aus zwei Inspektionsbereichen schlossen am Mittwoch erfolgreich eine vierwöchige Schulung zum „Maschinisten für Löschfahrzeuge und Tragkraftspritzen“ im Feuerwehrhaus in Roding ab. Die Lehrgangsteilnehmer wurden dabei in den Aufgabenbereichen unterwiesen, die dieser Sonderfunktion im Feuerwehrwesen entsprechen.

Die 45 Aktiven bestanden am Mittwoch die Prüfung als Abschluss einer über vier Wochen laufenden Ausbildung zum „Maschinisten für Tragkraftspritzen und Löschfahrzeuge“. Sie haben sich damit das notwendige Grundwissen angeeignet, um ihrer Verantwortung in der Sonderfunktion des Maschinisten im Feuerwehrübungs- und Einsatzalltag gerecht zu werden.

Im Feuerwehrhaus in Roding verbrachten die Aktiven insgesamt acht Abende sowie einen Samstagvormittag, um in den verschiedenen Aufgabenbereichen geschult zu werden. Zusätzlich ergänzte ein Ausbildungstag am Feuerwehrzentrum in Bad Kötzting den Lehrgang. Auf dem Programm standen dabei Themen wie Dienst- und Unfallverhütungsvorschriften, die Auswirkungen der Straßenverkehrsordnung sowie der Aufbau und die Funktion einer Feuerlöschkreiselpumpe als eines der zentralen Lehrgangsthemen. Neben den theoretischen Unterweisungen galt es auch, die notwendigen Handgriffe im Umgang mit Feuerlöschkreiselpumpen sowie die Fehlersuche an Tragkraftspritzen zu erlernen.

Zusätzlich wurden die Feuerwehrdienstleistenden, darunter eine Frau, über die Funktionsweise von tragbaren Stromerzeugern, Drucklüftern und weiteren im Feuerwehrdienst verwendeten Pumpen informiert. Die Wasserförderung über lange Wegstrecken verlangte von den Lehrgangsteilnehmern einen erheblichen logistischen Aufwand. Hierzu wurde im Bereich des Regens in Richtung Heilbrünnl eine längere Förderleitung aufgebaut, um die verschiedenen Aufgaben des Maschinisten in diesem Tätigkeitsfeld praktisch zu erlernen.

Nach der abschließenden Prüfung dankte Lehrgangsleiter Richard Richter den Aktiven für ihre Bereitschaft, einen Teil ihrer Freizeit für den Lehrgang aufzubringen. Der fachbezogene Kreisbrandmeister erinnerte die Teilnehmer an ihre große Verantwortung, da sie in ihrer Sonderfunktion unter anderem Mannschaft und Gerät sicher mit den Feuerwehrfahrzeugen zu den Einsatzstellen transportieren. Dort gilt es anschließend, die Einsatzkräfte mit Wasser und Strom zu versorgen sowie Ansprechpartner für die Bedienung verschiedenster Geräte zu sein.

„Ihr seid für die Bürger in Not da“, betonte Dr. Reinhold Schoierer. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Roding dankte den Lehrgangsabsolventen dafür, dass sie in einer Zeit, in der viele Menschen verstärkt auf sich selbst achten, einen Teil ihrer Freizeit investieren, um sich für die Allgemeinheit einzusetzen. „Bleibt dabei“, lautete sein Appell an die neuen Maschinisten. Gerade in Zeiten, in denen die Aufgaben komplexer und die Technik immer anspruchsvoller werden, sei ein langfristiges Engagement im Feuerwehrdienst von großer Bedeutung.

„Mit dem Lehrgang endet eure neue Aufgabe nicht“, erklärte Norbert Mezei. Wichtig sei es nun, das Erlernte aufzunehmen und in der Heimatfeuerwehr weiter zu vertiefen. „Nutzt die anstehenden Übungen, um euer Wissen anzuwenden und die notwendige Routine zu gewinnen“, so der Kreisbrandinspektor. „Passt auf eure Mannschaft und das Gerät auf“, lautete sein abschließender Appell. Gerade der Maschinist trage die Verantwortung dafür, Mannschaft und Gerät sicher an die Einsatzstelle zu bringen, um dort gezielt Hilfe leisten zu können.

Unisono lobten die drei Redner das Ausbilderteam, das mit großem Engagement und umfangreichem Fachwissen die Durchführung einer derartigen Schulungsmaßnahme außerhalb einer staatlichen Feuerwehrschule erst möglich machte. Gleiches galt für die Feuerwehr Roding, die die Nutzung des Feuerwehrhauses ermöglichte, sowie für die verschiedenen Feuerwehren und Kommunen, die Fahrzeuge und Material für die Ausbildung zur Verfügung stellten.