Winterschulung im KBI-Bereich Waldmünchen

19.03.2018
Benjamin Schlegl referierte über Öffentlichkeitsarbeit.

Kommandanten in Öffentlichkeitsarbeit geschult

 

Um das Thema Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr ging es bei der vierten Winterschulung im Kreisbrandinspektionsbereich Waldmünchen. Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck durfte neben den Kreisbrandmeistern Christian Bauer und Manfred Schneider auch den Referenten Benjamin Schlegl sowie rund 30 Kommandanten und Vertreter der Feuerwehren aus seinem Bereich begrüßen. Der Referent Benjamin Schlegl, Vorsitzender der Feuerwehr Waldmünchen, hatte im Voraus einen einwöchigen Lehrgang auf der Feuerwehrschule Geretsried zu diesem Thema besucht.

Zu Beginn stellte er die Frage, wozu eine Feuerwehr überhaupt Öffentlichkeitsarbeit brauche? Der Grund dafür sei einfach, die Floriansjünger „retten Leben und schützen Sachwerte, das interessiert die Öffentlichkeit“. Gleichzeitig sei eine funktionierende öffentliche Arbeit nach außen auch eine Chance, man könne das Bild der Gesellschaft beeinflussen oder Vorurteile abbauen, auch das Schaffen von Verständnis und Vertrauen sei eine Möglichkeit. Die Gefahr einer schlechten Pressearbeit allerdings seien Gerüchte oder Spekulationen, was allgemein ein negatives Bild erschaffen könne. Schlegl untermalte dies immer wieder mit Beispielen von schlechter Öffentlichkeitsarbeit, wie etwa das Feuerwehrfahrzeug das den Brauereianhänger zieht oder Ähnliches.

Er ging im weiteren Verlauf um die Medien, wie regionale Zeitungen oder Fernsehsender ein, mit denen eine Feuerwehr zu tun haben könnte, über deren Umgang und die Informationsweitergabe, die nur von bestimmten Personen wie dem Einsatzleiter oder einer von ihm bestimmten Person erfolgen darf. Oder im Fall einer Katastrophe vom Landratsamt. Auch dass das Wirken von Pressevertretern im Normalfall nur sehr wenig eingeschränkt ist oder werden darf, etwa wenn Einsatzkräfte behindert werden, war Thema.

Ein großer Punkt war auch das Fotografieren an der Einsatzstelle, etwa bei Unfällen. Gaffer wären hier ein immer größeres Problem, gleichzeitig aber auch Fotos, die die Feuerwehr selbst macht sollte mit großer Vorsicht agiert werden, so der Referent. Etwa die Verletzung der Persönlichkeitsrechte oder die unkontrollierte Verbreitung könnten Probleme bereiten, weshalb dies auch nur durch Fachkundige oder Bestellte durchgeführt werden sollte.

Zum Schluss stellte Schlegl noch die neuen Medien vor, etwa die Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke zur Mitgliederfindung oder zur Bewerbung von Veranstaltungen. Als Vorreiter stellte er die Berufsfeuerwehr München vor, die schon früh mit einer vorbildlichen Öffentlichkeitsarbeit begonnen haben. Zum Ende empfahl Schlegl den Anwesenden: „Das gezielte Posten von Einsätzen auf Facebook oder Berichte auf der Homepage vermeiden das Entstehen von Gerüchten in der Bevölkerung und tragen zum „Sicherheitsgefühl“ bei.“ Auch die richtige Mischung sei wichtig. „Nicht zu viel und nicht zu wenig!“.

Zum Schluss bedankte sich Norbert Auerbeck bei Benjamin Schlegl für der äußerst interessanten Vortrag mit einem kleinen Präsent.