Versammlung des BFV in Roding

5. Mai 2022
Versammlung
Der Bezirksfeuerwehrverband Oberpfalz lud zur Delegiertenversammlung nach Roding. Dabei wurde auch EKBI Anton Ruhland für seine Verdienste geehrt.

Am 05.05.2022 fanden sich die Delegierten der Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände des Regierungsbezirks Oberpfalz, sowie die Ehrengäste aus Politik und den Partnerorganisationen in der Stadthalle in Roding ein. Der Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbandes Fredi Weiß eröffnete die Versammlung und durfte Regierungsvizepräsident Florian Luderschmid, MdB Martina Engelhardt-Kopf, die stellv. Landrätin des Landkreis Cham Dr. Johanna Etti sowie Peter Braun als stellv. Vorsitzenden des bayerischen Gemeindetags willkommen heißen. Ebenfalls begrüßt werden konnten Polizeirat Andreas Schieder, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern Johann Eitzenberger und der Vorsitzende des Fördervereines des Feuerwehrerholungsheimes EKBR Johann Weber. Anschließend erhoben sich die Gäste zum Totengedenken, welches insbesondere dem verstorbenen Ehrenkreisbrandinspektor des Landkreises Cham, Max Muhr, galt.

Kreisbrandinspektor Florian Hierl hieß die Gäste als Vertreter der Gastgeberstadt ebenfalls willkommen und stellte die Stadt Roding als flächenmäßig größte Gemeinde des Landkreises mit ihren 14 freiwilligen Feuerwehren vor. Die TVA Moderatorin Melanie Schreiner lud die Ehrengäste zu einer Podiumsdiskussion ein. Frau MdB Martina Engelhardt-Kopf dankte stellvertretend allen ehrenamtlichen Einsatzkräften und zeigte sich von deren Arbeit beeindruckt. Außerdem betonte sie die Wichtigkeit, die Feuerwehren weiter zu fördern und sagte ihre Unterstützung zu. Auch der Katastrophenschutz funktioniert nur mit den Feuerwehren, stellte Engelhardt-Kopf fest. „Wenn´s bressiert, ist auf die Feuerwehr verlass“, resümierte auch Peter Braun als Vertreter der Gemeinden und schloss sich den Dankesworten an. Die Kommunen seien immer bemüht, ihre Feuerwehren auch technisch gut auszustatten, was dank der Fördermaßnahmen auch gut funktioniert. Regierungsvizepräsident Florian Luderschmid zeigte sich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit der Feuerwehren und der Regierung der Oberpfalz. Die Förderung der Wehren sei auch dem Freistaat ein großes Anliegen, „2022 wurden bereits 6 Millionen Euro an Zuschüssen ausgezahlt“, stellte Luderschmid fest. Auch er dankte den Vertretern der Feuerwehren in der Oberpfalz für die herausragenden Leistungen. Die zweite Runde eröffnete Moderatorin Melanie Schreiner mit der Frage, wie es um die Nachwuchssicherung in der Feuerwehr bestellt sei. LFV Vorsitzender Johann Eitzenberger zeigte sich trotz der Pandemie zufrieden, bayernweit sei sogar ein kleiner Zuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen. Die Kameradschaft zwischen den Feuerwehrangehörigen sei eine der wichtigsten Säulen, stellte Eitzenberger fest. Polizeirat Andreas Schieder dankte für die herausragende Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehren. Beeindruckt zeigte er sich, da die Leistungen der Feuerwehren freiwillig und unentgeltlich erbracht werden. Der Vorsitzende des Fördervereines des Feuerwehrerholungsheims Johann Weber gab den Gästen einen Einblick in die Situation des „Gästehaus St. Florian“ in Bayrisch Gmain. Er war erfreut, dass trotz Pandemie ca. 95.000 Übernachtungen verzeichnet werden konnten. Aktuell kümmern sich 60 Angestellte um das Wohl der Gäste. „Die größte Herausforderung ist die derzeitige Personalsituation“, so Weber, da es immer schwieriger wird, Fachkräfte zu finden. Abschließend hob Johann Eitzenberger das Positionspapier des Landesfeuerwehrverbandes zum Katastrophenschutz hervor. „Mit der Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes stehen wir am Anfang eines Weges, die Umsetzung liegt an uns allen“, fasste Eitzenberger zusammen.

Nach der kurzweiligen Runde folgte der Bericht des Bezirksvorsitzenden Fredi Weiß. Die derzeit 44.873 aktiven Einsatzkräfte der Oberpfalz hatten im vergangenen Jahr 17.160 Einsätze zu bewältigen. Bei den Kinderfeuerwehren sprach Weiß von einem regelrechten „Boom“ im letzten Jahr. Insgesamt 1.961 Kinder in 111 Kinderfeuerwehren seien momentan gemeldet. Für den Fachbereich 13 wurde Pfarrer Stephan Roidl aus Bach im Landkreis Regensburg zum neuen Bezirksseelsorger ernannt, der die Feuerwehren bereits seit 2008 im PSNV Bereich unterstützt. LFV Vorsitzender Johann Eitzenberger blickte auf den zweiten „Auslandseinsatz“ der bayerischen Feuerwehren zurück, bei dem neun gespendete Feuerwehrfahrzeuge und tonnenweise Hilfsgüter für die Ukraine nach Polen gebracht wurden. Ein weiterer Transport wird derzeit geplant. „Die Gemeinschaft der Feuerwehren hält zusammen“, so Eitzenberger und dankte den Oberpfälzer Kräften für die Unterstützung.

Im nachfolgenden Bericht stellte der Bezirksjugendwart Peter Stahl die Zahlen der Jugendfeuerwehr vor. Auf insgesamt 9.035 Jugendlichen könne man derzeit blicken. Da viele Wettbewerbe entfallen mussten, freute sich Stahl besonders auf die 2022 geplanten Veranstaltungen.

Der Bezirksfeuerwehrarzt Marc Bigalke berichtete über die Coronasituation aus ärztlicher Sicht: „glücklicherweise haben die Feuerwehren die Pandemie bisher gut überstanden“. Außerdem soll die ärztliche Versorgung von Einsatzkräften im Katastropheneinsatz verbessert werden, Erkenntnisse aus dem Ahrtal erweisen sich hier als hilfreich. Ehrenkreisbrandinspektor und Schatzmeister Anton Ruhland stellte den Kassenbericht vor und wurde nach dem Prüfbericht einstimmig entlastet.

Als letzter Punkt der Tagesordnung durften BFV Vorsitzender Weiß und LFV Vorsitzender Eitzenberger zusammen mit Regierungsvizepräsident Florian Luderschmid Ehrungen überreichen. Das Ehrenkreuz des LFV in Silber wurde an Bezirksfeuerwehrseelsorger a.D. Karl-Dieter Schmidt überreicht. Für herausragende Leistungen im Feuerwehrwesen wurde das deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold an KBI Lorenz Müller und an KBR Andreas Wührl, beide aus dem Landkreis Tirschenreuth, verliehen. Fredi Weiß verlas die Laudatio und zeigte sich erfreut dieses Ehrenzeichen in diesem Kreis überreichen zu dürfen. Dem Ehrenkreisbrandinspektor und Schatzmeister des BFV, Anton Ruhland, wurde die bayerische Feuerwehrehrenmedaille für seine hervorragenden Leistungen verliehen. Neben seinen unzähligen Verdiensten für die Feuerwehr lobte Fredi Weiß die seit 25 Jahren tadellosen Führung der Kasse des Bezirksfeuerwehrverbandes.

Zum Abschluss der Versammlung dankte der Vorsitzende allen Delegierten, Ehrengästen sowie der Vorstandschaft und freute sich auf die kommenden Veranstaltungen im Jahr 2022.