Sprechfunklehrgang in Gleißenberg erfolgreich abgeschlossen

12. November 2021
Ausbildung
Im Einsatz ist für die Feuerwehren am Unglücksort die Kommunikation ein wichtiges Hilfsmittel. Früher war dies auf größeren Einsatzstellen nur mithilfe von Signalpfeifen oder Meldern, welche die Nachrichten übermittelten, möglich.

Schnelles Nachalarmieren von Unterstützung gab es da nicht. Vor fast 60 Jahren wurde dann der Analogfunk für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Deutschland eingeführt, was damals einen Quantensprung glich. Doch wie jedes System hatte auch dieses ihre Schwächen, welche nur durch das Know-how und dem Geschick der Nutzer ausgeglichen werden konnte.

Vor etwa einem viertel Jahrhundert hat dann die Digitaltechnik viele Bereiche revolutioniert. Viele damals noch neue Techniken gehören heute zum Alltag, wie Smartphones, Navigationssystem und E-Mails. Seit dem Jahr 2016 wurde auch der Funkverkehr der Feuerwehren im Landkreis Cham von Analog auf Digital umgestellt. In den kommenden Jahren wird auch die Alarmierung auf Digitalfunk umgestellt. Damit man auch in Zukunft einen sicheren und strukturierten Umgang mit der immer umfangreicheren Technik gewährleisten kann, gibt es im Landkreis Cham den Sprechfunkerlehrgang. Er gehört zur Modularen Truppausbildung und sollte darum von jedem Feuerwehrdienstleistenden absolviert werden.

An vier Ausbildungsabenden lernen die Teilnehmer theoretisch und praktisch den Umgang mit den Digitalfunkgeräten. Aber auch das Sicherheitskonzept, Kartenkunde, die technischen/physikalischen Grundlagen und die Funkdisziplin wird den Teilnehmern vermittelt. Nach den vier Übungsabenden folgt eine Prüfung. Diese fand am am 12. November im Feuerwehrgerätehaus in Großaign statt.

Lehrgangsleiter und Fachbezogener Kreisbrandmeister Sebastian Scheuer prüfte gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Mario Bierl den Wissensstand der 31 Teilnehmer. Nach einer umfangreichen Theorieprüfung folgte eine Koordinatenaufgabe. Anschließend wurden anhand einer Funkübung die Funkdisziplin und der praktische Umgang geprüft. Hierbei mussten fiktive Einsatzszenarien ruhig und strukturiert abgearbeitet werden. Nachdem all diese Aufgaben gemeistert waren, durfte Kreisbrandinspektor Mario Bierl die Ergebnisse verkünden. Es freute ihn mitzuteilen das alle bestanden hatten.

Er bedankte sich bei allen Teilnehmern, dass sie sich die Zeit genommen haben, diesen Lehrgang zu absolvieren. Gemeinsam mit Lehrgangsleiter Sebastian Scheuer und den beiden Kreisbrandmeistern Michael Gutscher und Markus Hierstetter überreichte er die Lehrgangszeugnisse. Zuletzt richtete Scheuer noch einige Worte an die Teilnehmer. Das Funkgerät ist eines der wichtigsten Führungs- und Kommunikationsmittel und kommt bei jedem Einsatz zur Anwendung. Die Funkdisziplin sowie kurze und präzise Funksprüche sind deshalb der Schlüssel zu einem erfolgreichen Einsatz. Abschließend gratulierte er allen noch einmal zum Bestehen und bedankte sich bei der Feuerwehr Großaign für das Bereitstellen der Räumlichkeiten.

Teilnehmer:

  • Daberg (3)
  • Ränkam (5)
  • Furth im Wald (4)
  • Grabitz (1)
  • Neukirchen b. Hl. Blut (2)
  • Sengenbühl (4)
  • Arnschwang (2)
  • Warzenried (4)
  • Großaign (5)