27 neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet

30. November 2018
Ausbildung
Einsatzkräfte aus den KBI-Bereichen Furth im Wald/Hohenbogenwinkel und Waldmünchen absolvierten den Atemschutzlehrgang in Furth im Wald.

„Wir rennen rein, wo andere rauslaufen...“ – Ein flotter Spruch, den man immer wieder auf Feuerwehr-Shirts lesen kann. Doch auf einige Frauen und Männer trifft dieser tatsächlich zu – auf die Atemschutz-Geräteträger bei den Feuerwehren, die Speerspitzen bei der Brandbekämpfung. Die beiden Feuerwehr-Kreisbrandinspektionsbereiche Furth im Wald und Waldmünchen haben seit Freitagabend 27 neue Kameradinnen und Kameraden, die diese schwierige Aufgabe im Ernstfall erfüllen können.

Zwei Wochen lang ließen sich die Frauen und Männer der Feuerwehren Ränkam, Schafberg, Waldmünchen, Gleißenberg, Lixenried, Geigant, Daberg, Rötz, Rittsteig, Hiltersried und Furth im Wald in Theorie und Praxis ausbilden. Dabei lernten sie nicht nur, wie Atemschutzgeräte zu bedienen sind, sondern auch taktisches Vorgehen bei Bränden im Inneren von Gebäuden sowie das richtige Reagieren in Notfallsituationen. Lehrgangsleiter Tobias Engl sowie die Ausbilder Marius Heinrichmeyer, Christian Stauber, Josef Späth und Michael Schreiner lehrten ihnen buchstäblich, im Feuer zu überleben. Dazu gehörte auch, die Teilnehmer an ihre physischen und psychischen Grenzen zu bringen, unter anderem in der Atemschutz-Übungsstrecke der Further Feuerwache.

„Dieser Lehrgang ist nicht einfach“, stellte am Freitagabend Christian Scheuer, Kommandant der FF Stadt Furth im Wald und zugleich Kreisbrandmeister für den Fachbereich Atemschutz, fest. Er ermutigte die Absolventen, hinsichtlich Aus- und Fortbildung in dieser Thematik dranzubleiben, um im Ernstfall die Anforderungen erfüllen zu können. Scheuer: „Ich wünsche euch weiterhin Spaß bei der Feuerwehr. Passt auf euch auf!“

Ähnlich Kreisbrandinspektor Mario Bierl, der ebenso wie sein Waldmünchner Kollege Norbert Auerbeck der Zeugnisverleihung in der Further Feuerwache beiwohnte. Hinter den 27 Feuerwehrlern liegen anstrengende Stunden, die sie ehrenamtlich geleistet haben, unterstrich er. Diese umfassende und auch fordernde Ausbildung sei aber unerlässlich, „weil Atemschutz keine einfache Aufgabe ist. Euer Leben und das eurer Kameraden kann davon abhängen, wie ihr entscheidet!“ Nach der Zeugnisverleihung hatte Lehrgangsleiter Tobias Engl das letzte Wort. Auch er unterstrich, dass die 27 jungen Atemschutz-Geräteträger erst am Anfang stehen und sie das erworbene Wissen nun durch Training festigen müssen. „Ihr habt heute den Gesellenbrief bekommen. Routine und Erfahrung müsst ihr euch aber erst noch erarbeiten“, betonte der Ausbilder.

 

Quelle: Chamer Zeitung