Schlauchwagenzug

Gliederung

Der Schlauchwagenzug ist eine Einheit des Katastrophenschutzes. Der SW-Zug besteht aus aktiven Mitgliedern der an der Einheit beteiligten Feuerwehren Bad Kötzting, Gotzendorf, Sperlhammer und Zandt. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt über eine eigene Alarmschleife.

 

Zugführer
KBM Florian Heigl

Stellv. Zugführer
Christian Wiesinger
Michael Weiß

Schriftführer
Michael Weiß

 

Aufgaben

  •  Pflege und Inbetriebnahme des Fahrzeugs SW-KatS und der dazu gehörenden Ausrüstungsgegenstände
  •  Pflege der Schläuche
  •  Mithilfe beim Führen der Schlauchkartei
  •  Regelmäßiger Austausch der gerollten bzw. gebuchteten Schläuche
  •  Fahrzeug und Pumpe sind regelmäßig in den vom Hersteller vorgesehenen Abständen und in der vorgesehenen Weise (nach Betriebsanleitung) in Betrieb zu nehmen.
  •  Teilnahme an Einsätzen und Übungen
  •  Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen

 

 

Fahrzeuge

Einsatzleitwagen ELW 1

  • EinsatzleitwagenFührungsfahrzeug
  • Streckenberechnung
  • Festlegen der Pumpenstandorte
  • Baujahr 2011
  • Funkrufname: Florian Kötzting 10/1

Löschgruppenfahrzeug LF 16/12

  • Löschgruppenfahrzeug LF 16/12Verstärkerpumpe Bachert FP 16/8
  • Wasserentnahme
  • Personalverstärkung (1/8)
  • Baujahr 1987
  • Funkrufname: Florian Kötzting 41/1

Schlauchwagen SW-KatS

  • Schlauchwagen Katastrophenschutz2.000 Meter B-Leitung – teils in Buchten zusammengekuppelt
  • umfangreiches Zubehör für Wasserentnahme, -fortleitung und -abgabe
  • 1 Tragkraftspritze PFPN 10-1500
  • 1 selbstaufrichtender Wasserbehälter 5.000 Liter
  • umfangreiches Zubehör zur Ladungssicherung
  • Baujahr 2015
  • Funkrufname: Florian Kötzting 58/1

Gerätewagen Logistik GW-L 1

  • Gerätewagen LogistikReservematerial
  • Rollwagen mit 300 m B-Druckschläuchen in Buchten
  • Transport Lagerbestand: 2x Rollwagen mit je 500 m B-Druchschläuchen in Buchten oder Rollwagen Tragkraftspritze TS 8/8 mit Zubehör
  • Rücktransport
  • Einsatz im schweren Gelände
  • Baujahr 1984
  • Indienststellung 2015
  • Funkrufname: Florian Kötzting 55/1

Tragkraftspritzenfahrzeug TSF

  • TSF GotzendorfVerstärkerpumpe
  • Wasserentnahme
  • Baujahr 2017
  • Funkrufname: Florian Gotzendorf 44/1

Tragkraftspritzenfahrzeug TSF

  • TSF SperlhammerVerstärkerpumpe
  • Wasserentnahme
  • Baujahr 1999
  • Funkrufname: Florian Sperlhammer 44/1

Tragkraftspritzenfahrzeug TSF

  • TSF OberndorfVerstärkerpumpe
  • Wasserentnahme
  • Baujahr 1998
  • Funkrufname: Florian Oberndorf 44/1

All Terrain Vehicle (ATV)

  • All Terrain VehicleErkundung
  • Streckenkontrolle
  • Baujahr 2008
  • Funkrufname: Florian Kötzting 17/1

 

Geschichte

Bereits im Jahr 1987 wurde vom Landkreis Cham ein gebrauchter Schlauchwagen SW 2000 auf einem MAN 650 Fahrgestell von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg erworben und bei der Feuerwehr Kötzting stationiert. Dieser wurde von den Aktiven der Feuerwehr betreut und bei entsprechenden Einsatzstichwörtern besetzt.

Zehn Jahre später wurde dann vom Bund ein fabrikneuer SW 2000-Tr auf einem Iveco Fahrgestell geliefert und im Rahmen einer Neugliederung des Katastrophenschutzes eine Schlauchwagengruppe im Inspektionsbereich Kötzting gegründet. Offizieller Dienstbeginn für die Schlauchwagengruppe als Einheit des Katastrophenschutzes war der 01.07.1997. Das Personal des Zuges bestand überwiegend aus von der Wehrpflicht gem. § 9 WpflG freigestellten Helfern, welche jährlich mindestens 160 Dienststunden zu leisten hatten. Aktive der Feuerwehr Kötzting und die freigestellten Helfer besetzten den Schlauchwagen im Alarmfall sowie bei Übungen. Der SW 2000-Tr verunfallte jedoch 2009 bei einer Einsatzfahrt zum Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens und wurde irreparabel beschädigt. Dies machte eine Ersatzbeschaffung durch den Bund notwendig. Bei der ersten Ausschreibung wurden jedoch Probleme festgestellt, weshalb sich die Ersatzbeschaffung verzögerte.

Letztendlich konnte dann am 05.10.2015 eine Abordnung der Feuerwehr Bad Kötzting zusammen mit dem Kreisbrandinspektor einen neuen Schlauchwagen SW-KatS auf einem MAN TGM 13.250 4x4 BB Fahrgestell beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn in Empfang nehmen. Die offizielle Übergabe erfolgte am 24. Oktober 2015 in Manching im Rahmen einer Sammelübergabe durch den Bundesinnenminister und den bayerischen Innenminister.

Als neues Konzept wurde nun ein Schlauchwagen-Zug (SW-KatS-Zug) aufgestellt, der im Einsatzfall eine längere Förderleitung eigenständig errichten kann. Zu einer Mitarbeit erklärten sich die Feuerwehren Gotzendorf, Sperlhammer und Zandt bereit. Im KBI Bereich Bad Kötzting ist der SW-Zug künftig bei bestimmten Alarmstufen in die Erstalarmierung integriert, um keine unnötige Zeit durch Nachalarmierungen, etc. zu verlieren.

Zum 01.07.2018 verlässt mit der Feuerwehr Zandt eines der Gründungsmitglieder den SW-Zug um sich im Rahmen des vom Freistaat Bayern erhaltenen Gerätwagen-Hochwasser neuen Aufgaben im Katastrophenschutz zu widmen und den Hochwasser-Zug des Landkreises federführend zu betreuen. Die Aufgaben der Feuerwehr Zandt im SW-Zug werden nun von der Feuerwehr Oberndorf übernommen.

Ein landkreisweites Konzept ist derzeit in Planung.