Frauenarbeit

 

Aktuelles

Schwangerschaft und Stillzeit bei Feuerwehrangehörigen - Infos vom KUVB

 

Netzwerk Feuerwehrfrauen e.V.

Die Internetpräsenz www.feuerwehrfrauen.de bietet eine Informationsplattform sowohl für Freiwillige und Berufsfeuerwehrfrauen, als auch für Frauen, die sich bewerben möchten oder Interesse am Eintritt in eine Freiwillige Feuerwehr haben.

 

Frauenbeauftragte Landkreis Cham

 

Kreisfrauenbeauftragte
Roswitha Meier

Marktplatz 2
93426 Roding

Telefon: 0171/9376245
Mail: [email protected]

     
 


Inspektionsfrauenbeauftragte Cham
Rita Wagner

 


Inspektionsfrauenbeauftragte Cham
Birgit Wutz

     
   


Inspektionsfrauenbeauftragte Bad Kötzting
Nicole Aschenbrenner

   
     
   


Inspektionsfrauenbeauftragte Waldmünchen
Claudia Schindler

   
     
 


Inspektionsfrauenbeauftragte Furth im Wald
Bettina Bierl

 


Inspektionsfrauenbeauftragte Furth im Wald
Monika Zimmermann

 

Wie alles begann

11 Mädchen aus Runding betätigten sich 1943 als Feuerwehrmänner

Bei der Gründung der Feuerwehren Ende des 19. Jahrhunderts war es hauptsächlich die Aufgabe der Männer, die Brände zu löschen. Einen herben Rückschlag brachte vor allem der Zweite Weltkrieg mit sich. Die meisten Männer kämpften an der Front, so dass die Kommandanten, denen oft nur noch ein paar alte „Veteranen” zur Seite standen, sich gezwungen sahen, Frauen zum Feuerwehrdienst aufzurufen. Ihrem Appell folgten in Runding 11 Mädchen, die sich 1943 als „Feuerwehrmänner” zur Verfügung stellten.

 

Erste Damenlöschgruppe in Runding 1965

Aufsehen erregte 1965 die erste weibliche Löschgruppe, die wohl in Anknüpfung an die Feuerwehrfrauen von 1943 ins Leben gerufen wurde, ihre Prüfung mit „sehr gut” bestand und dafür das Leistungsabzeichen erhalten sollte. Schon bei der Prüfung in Dalking stießen die Mädchen auf Schwierigkeiten. Da es nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich war, Personen weiblichen Geschlechts aufzunehmen, verging eine volle Stunde, bis sich von den Kommandanten und deren Stellvertretern im damaligen Altlandkreis Personen bereit fanden, die Prüfung abzunehmen. Darauf dauerte es noch zwei Jahre, ehe sich die Damen das ihnen zustehende Leistungsabzeichen anstecken durften. Landrat Dr. Max Fischer war dies zu verdanken. Er wurde immer wieder in München vorstellig, bis man endlich das Wort „Feuerwehrmänner” in „Feuerwehrleute” erweiterte. Die Mädchen aus Runding setzten als 123. Löschgruppe und erste weibliche im gesamten Landkreis somit einen Meilenstein und waren bahnbrechend für ganz Bayern.


 

Damenwehr in Obertrübenbach

Damenlöschgruppe der FF Obertrübenbach

Im Jahre 1973 hat August Schrödinger, damaliger Vorstand und Kommandant der Obertrübenbacher Feuerwehr, die einschneidende Idee, eine eigene örtliche Damenfeuerwehr zu gründen. Zielstrebig kann er seine Pläne verwirklichen, denn seine Ehefrau Kreszenz Schrödinger, Inge Graßl, Maria Bucher, Hilde Schmid, Berta Lorenz, Renate Nicklas, Johanna Seebauer, Marianne Muhr und Maria Weber zeigen spontan Interesse und mutig steigen sie in die Männerdomäne ein. Oberlöschmeister Max Graßl wird vom Kommandanten August Schrödinger mit der Ausbildung beauftragt. Fehlerfrei und in kürzester zeit legt die erste Frauenlöschgruppe der Feuerwehr das Leistungsabzeichen in Bronze ab. KBI Karl Lehner und KBM Hans Albert, sowie der Kreisschirmmeister Michael Haimerl zeigen sich über den guten Ausbildungssand erstaunt und loben ihren Dienst im Löschwesen. Seitdem werden alle Jahre Leistungsprüfungen mit Mitgliedern aus der Damenwehr abgehalten. Die Existenz der Damenwehr gewährleistet einen "Rund-um-Schutz" der Obertrübenbacher Dorfbevölkerung, denn auch bei beruflich bedingter Abwesenheit der Männer besteht die Einsatzbereitschaft und Einsatzfähigkeit im Ernstfall.

 

 

Ab den Achtzigern gründeten sich kontinuierlich neue Frauengruppen. Mittlerweile haben nahezu alle Feuerwehren im Landkreis aktive Frauen in der Feuerwehr.