Abnahme Deutsche Jugendleistungsspange in Neukirchen b. Hl. Blut

20. September 2017
Jugendfeuerwehr
81 Jugendliche aus den Inspektionsbereichen Cham und Furth/Hohenbogenwinkel stellen sich den Anforderungen der Deutschen Jugendleistungsspange unter den prüfenden Blicken von KBR Stahl und KBI Bornschlegel.

Neukirchen b. Hl. Blut. Jugendliche sind die Zukunft und das Fundament der Feuerwehren, die als Baustein im Sicherheitskonzept der Gemeinschaft gelten. Um für die Aufgaben als zukünftige Feuerwehrleute gewappnet zu sein, werden diverse Anforderungen an die lernwilligen Anwärter gestellt. Am Samstagmorgen trafen insgesamt neun Gruppen zu je neun Teilnehmern aus den beiden KBI-Bereichen Furth im Wald-Hohenbogenwinkel und Cham auf dem Sportgelände in Neukirchen b. Hl. Blut ein, um gemeinsam die Sammelabnahme der Deutschen Jugendleistungsspange zu absolvieren. Bei traumhaftem Wetter durchliefen aus dem Bereich Furth im Wald die Gruppen aus Warzenried, Grabitz/Schafberg, Arnschwang/Nösswartling/Zenching und Gleissenberg sowie aus dem Bereich Cham die Teams aus Vilzing, Schachendorf, Weiding/Dalking/Pinzing, Sattelpeilnstein und Chammünster/Haderstadel den Parcours auf dem Sportplatz des SVN.
Dabei galt es fünf Aufgaben zu erledigen, die sich aus einem feuerwehrtechnischen und einem sportlichen Teil sowie aus Allgemeinwissen zusammensetzen. Im Einzelnen mussten die gut vorbereiteten Jugendlichen einen Löschangriff aufbauen, sich einer Schnelligkeitsübung unterziehen, die darin bestand, eine 120 Meter lange C-Schlauchleitung zu kuppeln, einen Staffellauf über 1.500 Meter und Kugelstoßen. Ferner waren Fragen über allgemeine Feuerwehrthemen zu beantworten. Als Abnahmeberechtigter der Deutschen Jugendfeuerwehr zeichnete Hans Bornschlegl von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg verantwortlich, der untetrstützt wurde von Chams KBI Marco Greil als 2. Abnahmeberechtigten. Als Wertungsrichter fungierten hierbei die Kreisbrandmeister und Schiedsrichter der beiden KBI-Bereiche. Die Verantwortlichen lobten das disziplinierte Verhalten der Jugendlichen und den ruhigen Ablauf der Veranstaltung. Den vorbildlichen Aufbau des Wettkampfplatzes meisterte Herbert Lauerer mit einem Team der umliegenden Feuerwehren, die das benötigte Material beisteuerten.
Im Vorfeld der Verleihung der Deutschen Jugendleistungsspange richtete Inspektionsjugendwartin Christine Raab den Dank an die Feuerwehranwärter für die starke Teilnahme, die Jugendwarte und Kommandanten für die gute Ausbildung, die Feuerwehrkollegen für den Aufbau und die Verpflegung, alle Helfer im Hintergrund sowie an den SV Neukirchen für die Zurverfügungstellung des Platzes.
KBR Michael Stahl hieß neben den Ehrengästen im Besonderen die Nachwuchskräfte willkommen, in deren Augen sich Spannung über die bestandene Prüfung spiegelte. Erstmalig fand hier eine Sammelabnahme von zwei KBI-Bereichen statt. „Was sagt uns diese Leistungsbewertung?“ stellte der Kreisbrandrat die Frage, die er so beantwortete: Für das wofür die Feuerwehren einstehen, greift ein Rad in das andere; Einzelleistung ist so wichtig wie die gesamte Gruppe."
Sein Dank galt überdies den Feuerwehrführungskräften und Schiedsrichtern sowie der Marktgemeinde und den übrigen Gemeinden mit ihren Feuerwehren für die Durchführung dieser Abnahme. „Es war eine runde Sache“ resümierte der oberste Feuerwehrmann Mike Stahl und gratulierte den Jugendlichen zu dieser Leistungsbereitschaft. Jugendliche in der Feuerwehr gestalten ihre Freizeit sinnvoll und kennen keine Langeweile. Sie genießen eine gute Ausbildung, um später bei Einsätzen auch zuverlässig helfen zu können.
Kreisjugendwart Florian Hierl freute sich über die beispielhafte Kooperation beider Inspektionsbereiche bezüglich der Gesamtabnahme und konnte in Gesichter voller Freude blicken. Jeder hat sein Bestes gegeben, um das höchste Abzeichen für die Jugend – die Deutsche Jugendleistungsspange – zu ergattern. An die Anwärter richtete er ein dickes Lob, dass sie sich in den Heimatfeuerwehren so stark engagieren.
Neukirchens Bürgermeister und stellvertretender Landrat Markus Müller entbot die Willkommensgrüße auch seitens des Landkreises Cham auf dem Rasen im  Rosenkranzstadion des SVN und schloss sich den  Dankesworten seiner Vorredner an. Die Bevölkerung ist den Feuerwehren dankbar, die bei Unglücken, unwetterartigen Regenfällen mit Katastrophencharakter wie 1991, Schadensereignissen, Hochwasser, Sturm oder Großbränden unerlässlich in der Hilfeleistung sind. Im Namen der 39 Kommunen im Landkreis sagte der Vizelandrat allen Floriansjüngern ein herzliches Vergelt‘s Gott. Gute Feuerwehren werden zwar mit den notwendigen Gerätschaften ausgestattet; jedoch sind das Engagement und die Leistung der Jugendlichen und aller Feuerwehrleute unbezahlbar und mit Geld nicht aufzuwiegen. Jeder Einzelne, der sich im Ehrenamt einbringt, ist von unschätzbarem Wert. Müller gratulierte den Jugendlichen, von denen 75 die Deutsche Jugendleistungsspange der inspektionsübergreifenden Abnahme erhielten und so Termine optimierten.
KBI Johann Bornschlegl verwies auf eine unfallfreie Veranstaltung und überreichte im Beisein der Ehrengäste die Abzeichen an die Gruppenführer der jeweiligen Teams aus Arnschwang/Nösswartling/Zenching, Chammünster/Haderstadl, Gleissenberg, Grabitz/Schafberg, Sattelpeilnstein, Vilzing, Vilzing-Schachendorf, Warzenried und Weiding/Dalking/Pinzing.
Fotos und Text wurden freundlicherweise von Helga Brandl zur Verfügung gestellt.