Ausbildung

Eine fundierte Ausbildung ist der Grundstein für den Feuerwehrdienst.

In der Jugendfeuerwehr lernt der Anwärter die Grundlagen für den späteren Feuerwehrdienst. In Theorie und Praxis werden die Jungen und Mädchen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Die Ausbildung findet in der Regel in der eigenen Jugendfeuerwehr durch den Jugendwart statt. Eine Unterstützung in der Ausbildung stellt die neue "Modulare Truppmannausbildung" (MTA) dar. Auf der Homepage der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg finden Sie alle Unterlagen:

Schulungsunterlagen MTA

Neben diesen Ausbildungen kann der Feuerwehranwärter auch verschiedene Prüfungen absolvieren und somit Abzeichen erlangen.

 

 

Bayerische Jugendleistungsprüfung

Die Jugendleistungsprüfung ist die Leistungsprüfung der Jugendfeuerwehr Bayern und wurde 1983 durch das Bayerische Innenministerium eingeführt. Die Leistungsprüfung dient zum Nachweis der Grundkenntnisse der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 (FwDV 3) „Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz”, der Gerätekunde und der Unfallverhütungsvorschriften. Ohne gründliche Ausbildung jedes einzelnen Teilnehmers gem. Musterausbildungsplan für Feuerwehranwärter ist die Beteiligung an der Leistungsprüfung zwecklos. In der vorbereitenden Ausbildung liegt der Hauptwert der Leistungsprüfung. Ihr Ziel ist nicht die „Rekordzeit“, sondern die Leistung des Einzelnen, bzw. des Trupps, die sich aus Arbeit und Zeit zusammensetzt. Die Arbeit der Teilnehmer soll zwar schnell, aber auch geordnet und möglichst fehlerfrei ablaufen. Um das zu erreichen, wird für die Übung eine ausreichend bemessene Sollzeit festgelegt. Wird diese überschritten, werden Fehlerpunkte angerechnet. Auch bei nicht fehlerfreier Ausführung werden die Teilnehmer mit Fehlerpunkten belegt.

JugendleistungsprüfungDie Prüfung besteht aus verschiedenen Aufgaben, die einzeln oder als Trupp den drei Schiedsrichtern vorgeführt werden müssen. Die Einzelübungen sind: Anlegen eines Mastwurfs, Befestigen einer Feuerwehrleine an einem Strahlrohr mit Schlauch, Anlegen eines Brustbundes, Auswerfen eines doppelt gerollten C-Schlauchs innerhalb eines seitlich begrenzten Feldes und der Zielwurf mit einer Feuerwehrleine. Darüberhinaus müssen die Feuerwehranwärter zu zweit bzw. zu viert folgende Aufgaben meistern: Kuppeln von zwei Saugschläuchen als Wasertrupp und Schlauchtrupp, Ankuppeln eines C-Strahlrohrs an einem C-Schlauch, Zielspritzen mit der Kübelspritze, Erkennen und Zuordnen von Gerätschaften und das Zusammenkuppeln einer 90m langen C-Leitung. Als dritter Teil muss in einer Theoretischen Prüfung ein Fragebogen beantwortet werden.

Das Alter der Teilnehmer ist begrent auf 14 bis 18 Jahre. Die Anmeldung erfolgt über den Kommandanten beim Kreisbrandrat bzw. beim Kreisbrandinspektor. Die Prüfung wird dann von zwei Schiedsrichtern und einem Zeitnehmer abgenommen.

Schulungsunterlagen auf der Homepage der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg

 

Leistungsspange der DJF

Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung für ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr. Sie wurde 1973 durch den damaligen Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes gestiftet. 

Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr erfordert eine fünffache Leistung innerhalb der Gemeinschaft der taktischen Gliederung der Löschgruppe. Diese Leistungsbewertung erstreckt sich auf gute persönliche Haltung und geordnetes und geschlossenes Auftreten, auf Schnelligkeit und Ausdauer, auf Körperstärke und Körpergewandtheit und auf ausreichendes feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen und Können.

Die Disziplinen: Kugelstoßen, 1.500-Meter-Staffellauf, Fragenbeantwortung, Löschangriff und Schnelligkeitsübung.

Diese Prüfung wird durch einen Abnahmeberechtigten der DJF und fünf Wertungsrichter abgenommen. Der Jugendliche muss im Prüfungsjahr 15 bis 18 Jahre alt sein. Maßgebend ist der Jahrgang und mindestens seit einem Jahr Mitglied in der Jugendfeuerwehr sein. Ein DJF-Ausweis muss zur Prüfung ebenfalls vorgelegt werden.

Schulungsunterlagen auf der Homepage der Deutschen Jugendfeuerwehr

 

Jugendflamme

Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder. Sie wird in drei Stufen gegliedert. Die Abzeichen besitzen die gleiche Form mit unterschiedlichen Flammenfarben.

Bei der Jugendflamme zeigt der Jugendliche sein Grundwissen zur Feuerwehr. Die Jugendflamme können Feuerwehrangehörige von 12 bis 18 Jahren ablegen. Zwischen den einzelnen Stufen sollte eine Wartezeit von einem Jahr liegen.

Die Stufe 1 kann durch den Jugendfeuerwehrwart auf Feuerwehrebene durchgeführt werden. Als Aufgaben sind zum Beispiel die Zusammensetzung des Notrufs, das Anfertigen von drei Knoten oder Stichen und die Durchführung von drei einfachen feuerwehrtechnischen Aufgaben empfehlenswert.

Bei der Stufe 2, die meistens gemeinsam mit umliegenden Feuerwehren durchgeführt wird, müssen fünf Aufgaben aus dem Bereich Fahrzeug- und Gerätekunde, zwei Aufgaben aus dem Bereich Technik, sowie eine Aufgabe aus dem Bereich Sport & Spiel bewältigt werden. Die Abnahme erfolgt hier durch den Kreisjugendfeuerwehrwart oder den zuständigen Inspektionsjugendwart. Die Stufe 1 wird hier vorausgesetzt.

Für die Abnahme der Stufe 3 muss der Feuerwehranwärter die Jugendflamme Stufe 2 und einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben. Die Abnahme erfolgt in der Regel auf Inspektions- oder Landkreisebene.

Schulungsunterlagen auf der Homepage der Deutschen Jugendfeuerwehr

 

Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz"

Bereits ab einem Altern von 16 Jahren kann das Leistungsabzeichen "Die Gruppe im Löscheinsatz" abgelegt werden. Dabei wird das Wasser aus einem Hydranten entnommen oder aus einem offenen Gewässer angesaugt. Der Löschangriff erfolgt mit drei C-Rohren.

Schulungsunterlagen auf der Homepage der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg